Keine weitere Drosselung
Opec lehnt Kürzung der Fördermenge ab

Beim Treffen der Opec-Staaten in Wien haben sich die gemäßigten Kräfte durchgesetzt: Bis zu einem Sondertreffen im Mai werden die Erdöl exportierenden Länder ihre Fördermengen nicht weiter drosseln. Grundsätzlich strebt die Organisation aber einen deutlich höheren Rohölpreis als derzeit an.

WIEN. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat sich am Sonntag in Wien gegen eine weitere Kürzung ihrer Fördermengen ausgesprochen. "Wir müssen die weitere Entwicklung des Marktes beobachten", sagte Opec-Präsident José Maria Botelho de Vasconcelos, der Ölminister von Angola. Im Vorfeld war über eine mögliche Kürzung der Fördermenge von derzeit täglich rund 25 Millionen Barrel (ein Barrel entspricht 159 Litern) spekuliert worden. Auf einem Sondertreffen Ende Mai in Wien wird die Opec über eine mögliche Förderkürzung neu entscheiden.

Damit haben sich innerhalb der zwölf Mitglieder zählenden Organisation die gemäßigten Kräfte wie Saudi-Arabien und Kuwait durchgesetzt. Beide Länder hatten bereits vor dem Beginn des offiziellen Treffens der Opec-Ölminister klargemacht, dass sie eine weitere Kürzung der Fördermengen ablehnen.

Die Opec hatte bereits im Herbst vergangenen Jahres eine Kürzung von 4,2 Millionen Barrel auf die aktuelle Menge von 25 Millionen beschlossen. Einige Opec-Staaten halten sich aber noch nicht an diese Kürzung und produzieren mehr als die ihnen zugestandenen Quoten. Vor einer weiteren Produktionskürzung will die Mehrheit der Opec-Länder zunächst erreichen, dass sich alle Mitgliedsstaaten an die ihnen zugestandenen Förderquoten halten.

Tatsächlich liegt die wirkliche Opec-Produktion derzeit täglich bei etwa 26 Millionen Barrel. Weltweit entfallen auf die Opec-Mitgliedsländer etwa 40 Prozent der gesamten Rohöl-Produktion.

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