Knapp über 1,43 Dollar
Euro steigt auf neues Jahreshoch

Der Euro ist am Dienstag getrieben durch anhaltend freundliche Aktienmärkte knapp über die Marke von 1,43 US- Dollar gestiegen. In der Spitze kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,4307 Dollar, womit das erst am Vortag aufgestellte Jahreshoch um rund einen halben Cent übertroffen wurde.

HB FRANKFURT/M. Im späten Nachmittagshandel wurden dann noch 1,4295 Dollar für einen Euro gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,4238 (Montag: 1,4220) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7023 (0,7032) Euro.

"Nach wie vor ist die freundliche Stimmung an den Aktienmärkten die entscheidende Triebfeder für den festen Euro", sagte Devisenexperte Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank. "Positive Konjunkturdaten - egal ob diesseits oder jenseits des Atlantiks - heben regelmäßig die Stimmung der Anleger, was in erster Linie dem Euro zugute kommt." Dieses Szenario sei schon seit mehreren Wochen zu beobachten und habe sich auch am Dienstag fortgesetzt.

Aus den USA wurden abermals überraschend gute Konjunkturdaten gemeldet. So legten die sogenannten "schwebenden Hausverkäufe", also noch nicht vollständig abgeschlossene Verkäufe, im April so kräftig wie seit siebeneinhalb Jahren nicht mehr zu. "Dies war eine sehr positive Überraschung", kommentierte Hellmeyer die Zahlen. Damit scheint sich die allmähliche Bodenbildung am krisengeschüttelten US- Häusermarkt, die auch andere Kennzahlen zuletzt vermuten ließen, zu bestätigen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86520 (0,86800) britische Pfund, 136,09 (134,89) japanische Yen und 1,5137 (1,5140) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 980,00 (981,75) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 22 085 (22 240) Euro.

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