Konjunktur
Hoffnung auf Einigung mit dem Iran entlastet Ölpreis

dpa-afx SINGAPUR. Der Ölpreis ist am Dienstag belastet von Hoffnungen auf eine Einigung mit dem Iran gesunken. Ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete am Morgen 72,25 Dollar. Das waren 35 Cent weniger als zu Handelsschluss am Montag. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 37 Cent auf 71,00 Dollar.

Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana will im Tagesverlauf der iranischen Regierung den jüngsten Kompromissvorschlag der internationalen Gemeinschaft im Atomstreit unterbreiten. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna trifft Solana den Atom-Chefunterhändler Ali Laridschani und Außenminister Manuchehr Mottaki. Mottaki hatte kurz zuvor offen damit gedroht, die Öllieferungen einzustellen. Sollte es nötig werden, dann werde der Iran Öl als Waffe einsetzen, hatte er gesagt.

"Das Iran-Thema ist derzeit das wichtigste am Markt", sagte Rohstoffstratege Tetsu Emori von Mitsui Bussan Futures. "Jeder hört, was der Iran zu sagen hat." Tony Nunan von Mitsubishi rechnet mit langwierigen Verhandlungen. "Der Markt erwartet nicht, dass der Iran die Urananreicherung stoppt", sagte Nunan. Möglicherweise gebe es aber doch einen Kompromiss. Vor allem nach den Vorkommnissen im Irak werde die USA der Diplomatie diesmal eine Chance geben.

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