Konjunktur
Iran-Konflikt hält Ölmarkt in Atem

HB SINGAPUR. Der Ölpreis ist am Montag unter dem Eindruck anhaltender Spannungen zwischen dem Iran und westlichen Ländern leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete am Morgen 70,40 Dollar. Das waren 21 Cent mehr als zu Handelsschluss am Freitag. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 16 Cent auf 71,11 Dollar.

Am Sonntag hatte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad den Westen mit scharfen Worten davor gewarnt, eine Resolution gegen Teheran zu verabschieden. "Wir haben keine Angst vor den Drohungen des Westens und werden zur rechten Zeit eine passende Antwort geben", sagte der Präsident vor führenden iranischen Militärs.

"Die geopolitischen Risiken im Iran sind der Haupttreiber des Marktes", sagte Investmentstratege Dariusz Kowalczyk von CFC Seymour. Das werde den Rest des Jahres auch so bleiben. Mit Spannung warteten die Marktteilnehmer auf ein Treffen zwischen den USA, Großbritannien, China, Frankreich, Deutschland und Russland. "Es gibt ein Risiko, dass sich Russland und China hinter den von der USA gestützten Vorschlag stellen", sagte Kowalczyk. Dann dürften die Preise anziehen. Die USA wollen einen Verweis auf Kapitel VII der UN-Charta. Dieses Kapitel ermächtigt den Sicherheitsrat zu Sanktionen bis hin zu Militärschlägen.

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