Konjunktur
Ölpreise kaum verändert

dpa-afx LONDON/NEW YORK. Die Ölpreise haben sich am Dienstag nach den zu Wochenbeginn erlittenen kräftigen Verlusten kaum verändert. "Der Markt ist im Moment richtungslos", sagte Analyst Phil Flynn von Alaron Trading. Leichtes US-Öl der Sorte WTI legte am Abend um vier Cent auf 69,45 Dollar je Barrel (159 Liter) zu. Ein Fass der Nordseesorte Brent verbilligte sich um zwölf Cent auf 69,55 Dollar.

Anfängliche Gewinne wurden nach US-Konjunkturdaten wieder abgegeben, die eine Pause der Zinserhöhungen in den USA nahe legen. Deutliche Abkühlungstendenzen auf dem Wohnungsmarkt und der nur moderate Anstieg der Erzeugerpreise in der - um schwankungsanfällige Energie- und Lebensmittelpreise bereinigten - Kernrate dämpften die Zinserwartungen. Wegen des teuren Öls wurde zuletzt eine steigende Inflation erwartet und als Folge höhere Zinsen und weniger Wirtschaftswachstum mit geringerem Energiebedarf. Dies hatte die Preise am Montag sinken lassen.

Die hohen Preise für viele Rohstoffe werden europäischen Experten zufolge schon bald wieder fallen. Da das weltweite Wachstum abnehme und die Kapazitäten zur Rohstoff-Förderung ausgebaut werden, dürften sich die Rohstoffmärkte zunehmend abschwächen, so die Vereinigung Europäischer Konjunkturinstitute (Aiece), den das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Archiv (Hwwa) am Dienstag in Hamburg verbreitete. Einige Rohstoffe, bei denen Finanzinvestoren in den Markt eingestiegen sind, könnten sich danach sogar stark verbilligen.

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