Konjunktur
US-Ölpreis hat sich erholt von deutlichen Vortagsverlusten

dpa-afx SINGAPUR. Der US-Ölpreis hat sich am Donnerstag etwas von seinen deutlichen Verlusten am Vortag erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Januar kostete im frühen Handel 91,90 Dollar. Das waren 1,28 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Vor gut einer Woche hatte der WTI-Preis noch ein historisches Hoch von 99,20 Dollar erreicht.

Am Mittwochnachmittag war der US-Ölpreis nach überraschend robusten Öllagerbestandsdaten aus den USA von zuvor rund 95 Dollar auf bis zu 90,34 Dollar abgerutscht. Sowohl die Bestände der USA an Rohöl als auch an Destillaten (Heizöl, Diesel) sind nach Daten des US-Energieministeriums deutlich moderater gesunken als von Experten zuvor erwartet worden war. Zudem stiegen die Vorräte an Benzin kräftiger als prognostiziert.

"Die Jagd der Ölpreise auf die 100-Dollar-Marke ist nach dem jüngsten Preisverfall nicht notwendigerweise beendet", sagte Rohstoffexperte Victor Shum vom Beratungsunternehmen Purvin and Gertz. Falls die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) in der kommenden Woche keine Erhöhung ihrer Förderung beschließen werde, könnten die Ölpreise einen nochmaligen Anlauf auf die 100-Dollar-Marke nehmen, sagte Shum. Die Ölminister der Opec werden am kommenden Mittwoch (5. Dezember) ein reguläres Treffen in Abu Dhabi abhalten, um über die offiziellen Förderquoten des Ölkartells zu beratschlagen.

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