Konjunkturerholung
Starker Euro sorgt Anleger

Der Euro bleibt erst einmal stark. Experten befürchten jedoch, der gestiegene Wechselkurs stelle eine Gefahr für die europäische Konjunktur dar. Die Daten der US-Notenbank fielen uneinheitlich aus.
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FrankfurtDer Euro hat am Freitag seine Kursgewinne vom Vortag verteidigt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,3361 US-Dollar gehandelt. Im Vormittagshandel hatte er noch 1,3326 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3340 (Donnerstag: 1,3297) Dollar festgesetzt. Der Dollar war damit 0,7496 (0,7521) Euro wert gewesen.

„Nach zuletzt gut ausgefallenen Wirtschaftsdaten ist das Vertrauen in die Finanzmärkte der Eurozone gestiegen“, sagte Eugen Keller, Devisenexperte beim Bankhaus Metzler. Die Anleihemärkte der Krisenländer der Eurozone hätten sich zuletzt positiv entwickelt. Dies habe viele Anleger überrascht. So gingen auch am Freitag die Risikoaufschläge für spanische und italienische Anleihen merklich zurück. „Auch an die Aktienmärkte der Eurozone fließt angesichts der vergleichsweise günstigen Kurse vermehrt Kapital.“ Viele Investoren hätten daher vor dem Wochenende auch am Devisenmarkt reagieren müssen und Euro gekauft, sagte Keller.

Einen nachhaltigen Anstieg des Eurokurses erwartet Keller jedoch nicht. „Der gestiegene Wechselkurs stellt eine Gefahr für die zögerliche Konjunkturerholung in der Eurozone dar und daran kann die EZB kein Interesse haben“, sagte Keller. Schließlich habe der Euro seit Jahresbeginn unter den großen Währungen am meisten aufgewertet. Zudem warnt Keller vor zu viel Optimismus mit Blick auf die Eurozone. Die Schuldenprobleme seien keineswegs gelöst.

Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA fielen uneinheitlich aus und gaben dem Devisenmarkt keine neue Richtung. Die zeitweise deutlichen Kursausschläge erklärten Händler auch mit dem dünnen Handel in der Ferienzeit.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85325 (0,85330) britische Pfund, 130,03 (130,48) japanische Yen und 1,2354 (1,2427) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1369,25 (1329,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 32 260,00 (31 870,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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