Konjunkturhoffnungen
Ölpreis steigt auf Jahreshoch

Der Höhenflug der Ölpreise hält an. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostete am Morgen bereits fast 71 Dollar. Experten rechnen nun sogar mit einem Anstieg in Richtung 80 Dollar, weil am Ölmarkt zunehmend optimistische Konjunkturerwartungen gespielt werden. Ein wieder rückgängiger Dollar-Kurs stützt die Ölpreise zusätzlich.

HB DÜSSELDORF. Am Ölmark macht sich zunehmend Konjunkturoptimismus breit. Weil viele Marktteilnehmer die Talsohle der Rezession für erreicht halten und auf eine baldige Erholung mit anziehender Ölnachfrage setzen, steigen die Notierungen für die führenden Ölsorten stetig in die Höhe. Am Mittwochmorgen setzte sich der Höhenflug fort: Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juli kletterte auf 70,86 Dollar und damit auf ein neues Sieben-Monats-Hoch. Im Vergleich zum Handelsschluss am Vortag steigerte sich der Preis um 85 Cent. Seit dem Tief Ende Dezember 2008 bei 35 Dollar hat sich der Ölpreis verdoppelt.

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juli legte um 70 Cent auf 70,32 Dollar zu. Neben den Konjunkturhoffnungen sorgte allerdings einmal mehr auch die Wechselkursentwicklung am Devisenmarkt für Bewegung bei den Ölpreisen. Der Dollar schwächte sich wieder deutlich ab und löste damit wie immer in den vergangenen Wochen einen Preisanstieg bei WTI und Brent aus.

Der Ölexperte Gerard Rigby von Fuel First Consulting in Sydney erklärte, er wäre nicht überrascht, wenn der Ölpreis schon in ein oder zwei Wochen die Marke von 80 Dollar testen würde.

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