Konjunktursignale
Euro verliert leicht, auch der Dollar schwächelt

Der Euro gibt zu Beginn der neuen Woche leicht nach, auch der Dollar steht unter Druck – das verarbeitende Gewerbe wird in den USA wohl nicht mehr so stark wachsen wie zuletzt. Der Markit-Einkaufsmanagerindex sinkt wohl.
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FrankfurtDer Euro hat am Montag nach aktuellen Konjunkturdaten etwas nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt bei 1,3772 Dollar gehandelt und damit 0,2 Prozent schwächer. Im vorläufigen Tageshoch lag der Euro bei 1,3825 Dollar, im Tief bei 1,3764 Dollar. Am Freitag hatte die Devise 0,1 Prozent zugelegt.

Die März-Zahlen zu den Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone zeigten laut vorläufigen Zahlen einen leichten Rückgang. Der Composite-Index für den Euroraum schwächte sich, wie in einer Bloomberg-Umfrage unter Ökonomen erwartet, von 53,3 auf 53,2 ab. Der entsprechende Index für Deutschland gab von 56,4 auf 55,0 nach. Ein Wert über 50 signalisiert Expansion.

Belastung für den Dollar kommt von der Erwartung, dass im Tagesverlauf anstehende US-Konjunkturdaten eine langsamere Expansion im verarbeitenden Gewerbe aufzeigen werden. Der entsprechende Einkaufmanagerindex von Markit Economics wird einer Umfrage von Bloomberg News zufolge von 57,1 im Februar auf 56,5 im März zurückgehen, ausgehend von vorläufigen Zahlen.

Der Schweizer Franken lag zum Euro zuletzt 0,2 Prozent im Minus bei 1,2201 Franken. In Relation zum Dollar gab der Franken 0,4 Prozent nach auf 88,60 Rappen.

Der Internationale Währungsfonds riet der Schweizerischen Nationalbank in seinem aktuellen Lagebericht, die Frankendeckelung bei einem Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro beizubehalten. Beim Wirtschaftswachstum rechnet der IWF für 2014 mit einem Plus von zwei Prozent aufgrund verbesserter Exportaussichten.

Der Yen hat gegenüber den meisten wichtigen Währungen Verluste verzeichnet. Der Internationale Währungsfonds hatte erklärt, dass sich die Weltkonjunktur verbessert. Gleichzeig spekulieren Investoren, dass die Bank of Japan vor einer in der kommenden Woche in Kraft tretenden Steuererhöhung ihre geldpolitische Lockerung verstärken wird. Schwächer als erwartet ausgefallene Konjunktursignale aus China brachten dem Yen keine Unterstützung. Zum Euro verlor der Yen bis zu 0,2 Prozent und lag zuletzt kaum verändert bei 141,07 Yen. Gegenüber dem Dollar gab die japanische Devise 0,2 Prozent nach auf 102,48 Yen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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