Konjunktursorgen und schwache Aktienmärkte belasten
Ölpreis geht auf Abstand zur 100-Dollar-Marke

Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gesunken und haben sich damit etwas von der 100-Dollar-Marke entfernt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI zur Auslieferung im Januar sank bis zum Mittag auf 96,42 Dollar. Das waren 1,28 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag.

HB NEW YORK/LONDON/WIEN. Ein Barrel der Nordseesorte Brent notierte 1,04 Dollar niedriger als am Vortag bei 94,28 Dollar.

Händler begründeten die Preisrückgänge vor allem mit neuerlichen Sorgen um die globale Konjunktur. Eine schwächere Wachstumsdynamik könnte die Ölnachfrage sinken lassen und mithin die Preise drücken, hieß es. Ausdruck dieser Konjunktursorgen sei die erneut schwache Tendenz der Aktienmärkte. Zudem seien die Ölpreise von Äußerungen aus den Reihen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) belastet worden, die auf eine mögliche Erhöhung der Förderquoten hindeuteten. Das nächste reguläre Treffen des Kartells wird am 5. Dezember in Abu Dhabi stattfinden.

Trotz der jüngsten Preisrückgänge hält Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank einen Test der 100-Dollar-Marke in den kommenden Tagen weiter für wahrscheinlich. Mittelfristig sollte es aber zu einer signifikanten Korrektur nach unten kommen. Viele Marktbeobachter hatten mit Blick auf die erheblichen Ölpreissteigerungen der vergangenen Monate immer wieder auf ein hohes Ausmaß an Spekulationen hingewiesen. Dies habe die Ölpreise deutlich über ihr fundamental zu rechtfertigendes Niveau getrieben.

Der Preis für Rohöl der Opec ist unterdessen leicht gestiegen. Ein Barrel kostete am Montag nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag 91,84 Dollar und damit 32 Cent mehr als am Freitag. Damit notiert der sogenannte Korbpreis leicht unter seinem Rekordstand vom vergangenen Mittwoch von 91,91 Dollar. Die Opec berechnet den sogenannten Korbpreis auf der Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

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