Konjunktursorgen
Yen als sicherer Hafen gefragt

Der Internationale Währungsfonds senkt seine Konjunkturprognosen. Aus Furcht vor einem Wirtschaftsabschwung flüchten sich die Anleger am Montag in die japanische Landeswährung Yen – wie so häufig in unsicheren Zeiten.
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FrankfurtKonjunktursorgen haben Anleger am Montag in die japanische Landeswährung getrieben. Der Dollar fiel auf ein Vier-Wochen-Tief von 107,03 Yen. Der Euro lag zeitweise bei 135,57 Yen und markierte damit den schwächsten Stand seit Ende November.

Anleger fürchten derzeit einen deutlichen Abschwung der Weltwirtschaft – der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte seine Prognose für die globale Konjunktur zuletzt leicht auf 3,3 Prozent in diesem und 3,8 Prozent im nächsten Jahr gesenkt. Anleger nehmen daher Kurs auf den gern in unsicheren Zeiten gefragten Yen.

Zu schaffen machten dem Dollar zudem Spekulationen auf eine spätere Erhöhung der Leitzinsen in den USA. „Wenn das Wachstum im Ausland schwächer ausfällt, könnte das dazu führen, dass der Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik länger als üblich dauert“, sagte Fed-Vizepräsident Stanley Fischer am Samstag am Rande der Herbsttagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds in Washington.

Bislang wurde die Zinswende für etwa Mitte 2015 erwartet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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