Konjunktursorgen
ZEW-Index wirft Euro nur kurz zurück

Ein enttäuschendes Ergebnis beim Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat den Euro kurz unter Druck gesetzt. Doch die Dollarschwäche wird den Markt weiter beschäftigen, erwarten Experten. Sehr schwach präsentiert sich auch das britische Pfund.
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HB DÜSSELDORF. Die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Wirtschaft hat den Euro am Mittwoch nur kurz zurückgeworfen. Die Gemeinschaftswährung sank im Tagestief auf 1,4950 Dollar, lag am Nachmittag aber bereits wieder bei Kursen um 1,4990 Dollar. Am Morgen war der Euro zwischenzeitlich über die Marke von 1,50 Dollar geklettert.

Das vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelte Barometer für die Konjunkturerwartungen fiel im November um 4,9 auf 51,1 Zähler und gab damit den zweiten Monat in Folge nach. Experten hatten nur mit einem leichten Rückgang auf 55,0 Punkte gerechnet. Allerdings schätzten die vom ZEW befragten Börsianer die aktuelle Lage besser ein als erwartet.

Nach Ansicht von Helaba-Analyst Ulrich Wortberg bleibt "das Szenario einer konjunkturellen Erholung intakt". Sein Kollege Heinrich Bayer von der Postbank sieht den konjunkturellen Tiefpunkt zwar durchschritten. "Hinter der Nachhaltigkeit der aktuellen Erholung steht aber ein dickes Fragezeichen."

"Der ZEW war eine ziemlich schwache Nummer, aber der Fall des Euros war nicht sehr stark. Es sieht so aus, als ob das Thema Dollarschwäche noch einige Zeit dominieren wird", sagte Analyst James Hughes CMC Markets.

Unter Druck geriet das britische Pfund Sterling. Händler verwiesen auf eine Warnung der Ratingagentur Fitch, wonach Großbritannien unter den großen Volkswirtschaften am stärksten gefährdet ist, sein AAA-Rating zu verlieren. Die britische Währung fiel um bis zu eineinhalb Cent auf 1,6602 Dollar. Zum Nachmittag erholte sich das Pfund dann etwas.

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