Krim-Krise
Russlands Aktienmärke und Währung unter Druck

An eine Stabilisierung auf der Krim glauben Börsianer noch nicht: Und so wackeln nicht nur Russlands wichtigste Aktienindizes. Das Land trennt sich auch von Devisenreserven in Milliardenhöhe, um den Rubel zu stützen.
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MoskauDie Unsicherheit über die politische Lage auf der Halbinsel Krim hält die Finanzmärkte in Schach. Zwar hatten sich am Dienstag die Börsen weltweit beruhigt, nachdem Russlands Präsident Wladimir Putin erklärt hatte, die Entsendung von Truppen in die Ukraine sei derzeit nicht notwendig. Doch war die Erleichterung über die Entspannung der Lage auf der Halbinsel Krim ist an den russischen Börsen schnell wieder verpufft.

Die Moskauer Leitindizes rutschten am Mittwoch um 1,5 Prozent ab, nachdem sie am Vortag jeweils mehr als fünf Prozent zugelegt hatten. Und auch der Rubel gab nach: Gegenüber Dollar und Euro verteuerte sich die Währung um jeweils 0,2 auf 36,17 beziehungsweise 49,66 Rubel.

Um den angeschlagenen Rubel zu stützen, hat Russland sich von ausländischen Währungen im Wert von 11,3 Milliarden US-Dollar (8,2 Milliarden Euro) getrennt. Die Rekordsumme wurde am Montag veräußert, um Rubel zu kaufen, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Dokumenten der russischen Zentralbank hervorgeht.

„Es ist noch zu früh, um von einer Stabilisierung der Lage zu sprechen“, warnte ING-Volkswirt Dimitri Polewoi. Schließlich denke der Westen weiterhin über Sanktionen gegen Russland nach. Analyst Andrej Wernikow von Zerich Capital äußerte sich ähnlich.

„Schauen wir der Wahrheit ins Gesicht: Unser Markt wird in diesem Monat kein gutes Objekt für Investitionen sein.“ Bis zum geplanten Referendum über die Zukunft der Krim Ende März sei nicht mit weiteren größeren Kursgewinnen zu rechnen.

Gegenüber dem Dollar hat sich die Gemeinschaftswährung bis zur Mitte der Woche über der Marke von 1,37 US-Dollar stabilisiert. In der ersten Wochenhälfte hatten die Unruhen auf der Krim für ein starkes Auf und Ab beim Eurokurs gesorgt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Krim-Krise: Russlands Aktienmärke und Währung unter Druck"

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  • Ehrlich, wer schreibt so einen Blödsinn........
    rutschten am Mittwoch um 1,5 Prozent ab, nachdem sie am Vortag jeweils mehr als fünf Prozent zugelegt hatten. Und auch der Rubel gab nach: Gegenüber Dollar und Euro verteuerte sich die Währung um jeweils 0,2 ...

    JA...JETZT IST RUSSLAND FERTIG !!!!Und richtig unter Druck.haaaaaaaa.............

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