Kritik an Dollar-Abhängigkeit
Russlands Präsident fordert mehr Reservewährungen

Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat seine Kritik an der Abhängigkeit des Weltwährungssystems von Dollar und Euro erneuert. In einem Interview forderte er, dass über die Schaffung regionaler Reserverwährungen nachgedacht werden müsse.

HB MOSKAU. Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat in einem Interview weitere Reservewährungen gefordert. Das auf Dollar und Euro basierende System sei mängelbehaftet, sagte Medwedew in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit italienischen Medien. Er sei sich aber dessen bewusst, dass es gegenwärtig keine Alternative zu Euro oder Dollar gebe. "Wir prüfen daher, ob über die Schaffung von regionalen Reservewährungen nachgedacht werden muss."

Medwedew hat bereits wiederholt eine Verringerung der Abhängigkeit von der US-Währung gefordert. Russland verfügt über Reserven in Höhe von rund 410,5 Mrd. Dollar in Gold und Devisen. Schwellenländer wie China und Russland haben in den vergangenen Monaten die Diskussion über eine neue Welt-Leitwährung vorangetrieben. Beide Länder hatten zudem angekündigt, den Anteil von US-Staatsanleihen an ihren Devisenreserven zu vermindern.

Im Gespräch ist ein diversifiziertes Währungssystem, das sich stärker auch an anderen Währungen ausrichten sollte. Ein Vorschlag dabei ist, die Kunstwährung des IWF, die Sonderziehungsrechte (SZR), zu einer Reservewährungseinheit auszubauen.

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