Kritisches charttechnisches Bild beim "schwarzen Gold"
Terrorwarnung verteuert Gold und Öl

Als kritisch bezeichnet der Trinkaus-Experte das charttechnische Bild beim Brentölpreis. „Es sieht so aus, als hätten wir die Höchstkurse in diesem Jahr noch nicht gesehen“, sagt Schilbe. Und sollte der Preis für Brentöl noch einmal über 40 Dollar steigen, sei technisch der Weg sogar bis auf 46 Dollar frei. Auch fundamental seien höhere Preise nicht auszuschließen, da die Opec inzwischen an ihre Kapazitätsgrenzen stoße. Wenn es zu weiteren „exogenen Schocks“ kommen sollte, könnte der Rohölpreis sprunghaft nach oben gehen, sagt Schilbe.

Äußerungen des saudi-arabischen Ölministers Ali Ibrahim el Naimi verhallten am Rohölmarkt jedenfalls ungehört. Er hatte in einem Zeitungsinterview die Vorstellung zurückgewiesen, dass die Opec keine Produktionsreserven mehr habe. Saudi-Arabien könnte seine Tagesproduktion von derzeit 9,1 auf 10,5 Millionen Barrel steigern. Die jüngste Verteuerung des Goldes führt Schilbe auf einen „grundsätzlichen Aufwärtstrend“ zurück, der aber mit der Schwäche des Dollars zusammenhänge. Die Reaktionen im Vorfeld der Zinserhöhung in den USA seien bei der amerikanischen Währung überzogen gewesen. Bei Gold werde nun die Marke von 430 Dollar entscheiden sein. Der nächste wichtigste Bereich liege dann bei 480 Dollar, ein Niveau, dass Schilbe langfristig für durchaus „realistisch“ hält.

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