Kryptowährung Bitcoin
Hoch hinaus mit einer Cyberpraline

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Spekulanten bestimmen den Preis

Und doch steigt der Kurs unbeirrt weiter. Mehrere Faktoren sorgen derzeit für einen erneuten Schub. Da es mit großen Sprüngen nach oben geht, steigen immer mehr Anleger ein und treiben den Preis. Investoren hoffen außerdem, dass Großbanken bald in den Handel einsteigen könnten. Goldman Sachs prüft einen entsprechenden Schritt laut Berichten bereits.

Ein weiterer Grund: Eine technische Neuerung könnte ab Ende Oktober dafür sorgen, dass sich der Bitcoin schneller verbreitet. Die Währung fußt auf einer dezentralen Datenbank, Blockchain genannt. Dort werden alle Überweisungen verschlüsselt gelagert. Diese Datenbank wird regelmäßig um neue Datenblöcke erweitert. Das ist vergleichbar mit einer Textdatei, die alle Überweisungen erfasst und fortlaufend verlängert wird. Diese Erweiterung um neue Zahlungen soll bald noch schneller funktionieren, der Bitcoin soll dadurch noch effizienter werden.

Nicht zuletzt gab es für Bitcoin-Fans wieder gute Nachrichten aus China. Möglicherweise darf dort zeitnah wieder mit Bitcoins gehandelt werden – wenn auch unter verstärkter Aufsicht. Medienberichte verweisen auf eine entsprechende Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Zuletzt war China resolut gegen Kryptowährungen vorgegangen und hatte alle Handelsplattformen im Internet geschlossen.

Der Bitcoin war in der Folge massiv unter Druck geraten und hatte mehr als 1000 Dollar an Wert verloren. Das zeigt: Der Bitcoin ist nach wie vor ein sehr volatiles und riskantes Investment, Spekulanten bestimmen den Preis – die Bezeichnung als „Zockerwährung“ kommt nicht von ungefähr.

Anfang September hatte die chinesische Zentralbank daher virtuelle Börsengänge, sogenannte ICOs, für illegal erklärt. Dabei geben digitale Start-ups ihren Anlegern keine Aktien aus, sondern lediglich Gutscheine, die eine Beteiligung an möglichen künftigen Gewinnen versprechen. Auf dem Markt tummeln sich viele Betrüger, so die Befürchtung der Aufsichtsbehörden. Südkorea zog nach, auch in der Schweiz und in Russland wollen die Regulierer stärker eingreifen.

Diese Rückschläge allerdings scheinen die Anleger verarbeitet zu haben. „Die Versuchung an der Cyberpraline Bitcoin ist in diesen Stunden zu groß, was zu einer gekonnten Ausblendung von Negativschlagzeilen führt“, sagte Analyst Timo Emden vom Brokerhaus IG.

Auch für Christine Lagarde überwiegen die positiven Merkmale. Das reicht allerdings noch nicht dafür aus, dass sie selbst in Bitcoins investiert. Auf die Frage einer CNBC-Reporterin, ob sie selbst welche besitze, antwortete die IWF-Chefin lächelnd: „Nein, für mich sind sie derzeit zu teuer.“

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Leonidas Exuzidis
Leonidas Exuzidis
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter

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  • Die Idee von Lagarde wird nicht aufgehen - staatliche Kryptowährungen machen keinen Sinn, die werden nicht angenommen da Sie viele Vorteile von Bitcoin, Litecoin oder Vertcoin aufheben. Nur durch die Zeit geprüfte und komplett dezentrale Netzwerke werden sich durchsetzen, vor allem die oben genannten.

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