Kryptowährungen May will Bitcoin „sehr ernsthaft“ beobachten

Nun übt auch die britische Regierungschefin Kritik am Bitcoin. Das Problem der Digitalwährungen liege vor allem in den kriminellen Möglichkeiten, so Theresa May in Davos. Auch Christine Lagarde äußert sich.
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Die nächste Krypto-Kritikerin. Quelle: AP
Theresa May in Davos

Die nächste Krypto-Kritikerin.

(Foto: AP)

Theresa May ist eine der meist erwarteten Sprecher in Davos. Auf dem Weltwirtschaftsforum wartet man auf ihre Worte zu dem Brexit, dem globalen Handel und die Zukunft des Vereinigten Königreichs. Doch die britische Regierungschefin äußert sich auch zum Trend-Thema Kryptowährungen. Im Bitcoin sieht sie ein beachtenswertes Problem. Großbritannien und andere Länder sollten die Risiken „sehr ernsthaft“ beobachten.

Das sagte May am Donnerstag am Rande des Forums gegenüber dem US-Sender Bloomberg TV. Kryptowährungen könnten von Kriminellen genutzt werden. Gerade angesichts von Terrorismus und Kinderpornographie müssten sich Technologiefirmen auf ihre soziale Verantwortung besinnen.

Der Bitcoin ist die älteste und bekannteste von inzwischen weit über 1000 Digitalwährungen. Im vergangenen Jahr haben viele von ihnen massiv an Wert gewonnen; der Bitcoin-Kurs etwa stieg von weniger als 1000 Dollar bis auf fast 20 000 Dollar. Vor wenigen Wochen wurde die Rekordjagd jedoch beendet, weil Forderungen nach einer stärkeren Regulierung lauter wurden. Besonders restriktiv gehen bereits die bisherigen Bitcoin-Hochburgen China und Südkorea vor - und auch in Europa sprechen sich immer mehr Notenbanker und Politiker für eine Regulierung von Kryptowährungen aus.

Schon vorher hatte sich die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde kritisch zu dem Hype um die Kryptowährungen geäußert, aber wegen anderer Gründe. Der Französin ging es um den enormen Energieverbrauch der bei der Herstellung, dem sogenannten Mining, von Bitcoins entsteht. Der Stromverbrauch für die Digitalwährung könnte laut einer Studie der US-Großbank Morgan Stanley 2018 so viel Strom verbrauchen wie ganz Argentinien.

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