Kupfer und Zink stabilisiert
Ölpreis fällt weiter

Der Ölpreis hat am Mittwoch erneut nachgegeben und ist unter die Marke von 59 Dollar gefallen. Händler begründeten die sinkenden Preise für den wichtigen Rohstoff mit Spekulationen auf Daten zu hohen US-Lagerbeständen, die am Nachmittag veröffentlicht werden.

HB FRANKFURT. Der Preis für ein Fass (159 Liter) US-Leichtöl WTI fiel um 27 Cent auf 58,66 Dollar, für ein Barrel der Nordseesorte Brent musste zur Wochenmitte mit 60,68 Dollar 26 Cent weniger als am Vortag bezahlt werden. „Der Markt hat sein Auge auf den US-Öllagerbeständen“, sagte Analyst Phil Flynn von Alaron Trading. „Aber noch wichtiger ist: Der Markt wartet ab, ob es etwas Endgültiges von den anstehenden Förderkürzungen gibt.“ Am Sonntag hatte sich die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) auf eine Drosselung der Ölfördermengen geeinigt. Bei einer Dringlichkeitssitzung am Donnerstag in Katar sollen die Details ausgearbeitet werden. „Auf dem Papier können sie Produktionskürzungen von einer Mill. Barrel festlegen, aber in Wirklichkeit könnte es weniger sein“, sagte Olivier Jakob von Petromatrix. Derzeit fördert die Opec etwa 27,5 Mill. Barrel pro Tag.

Der Goldpreis holte einen Teil seiner Vortagsverluste wieder auf und notierte bei 593,90 Dollar pro Feinunze. Nach einem Anstieg auf ein Zwei-Wochen-Hoch bei 597,50 Dollar hatten die Anleger am Dienstag Gold verkauft. „Gold wird sicherlich versuchen, die 600er-Marke wieder zu durchbrechen,“ sagte ein Händler. „Aber der Ölpreis spielt dabei eine entscheidende Rolle.“ Die Preise für die beiden Rohstoffe bewegen sich meist parallel zueinander. Ende September hatte der Goldpreis zuletzt über der wichtigen Marke von 600 Dollar pro Feinunze notiert. Im Schlepptau des Goldpreises legten auch andere Edelmetalle wie Silber und Palladium zu.

Der Preis für eine Tonne Kupfer stabilisierte sich nach dem Rutsch vom Vortag bei 7625 Dollar. „Kupfer kann leicht auf 7500 bis 7250 Dollar zurückfallen“, sagte ein Händler. Allerdings sei dies noch nicht Besorgnis erregend, denn „es gibt nur wenig Material auf dem Markt und keine zusätzliche Produktion.“ Der Preis für Zink erholte sich von seinen Vortagesverlusten und notierte bei 3900 Dollar pro Tonne. Am Vortag war der Zinkpreis auf ein Rekordhoch bei 4020 Dollar pro Tonne geklettert, ehe Gewinnmitnahmen den Preis für das Basismetall dann bis auf 3865 Dollar gedrückt hatten. Der Reuters-Rohstoffindex notierte am Nachmittag nahezu unverändert bei 308,36 Punkten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%