Kurs auf Talfahrt
Ruf als sicherer Hafen hilft Gold nicht

Der Goldpreis ist im Sog der Kursverluste an den Aktienmärkten am Mittwoch gefallen. Die Kurse an den Börsen gaben weltweit nach, da die Anleger befürchteten, dass eine Krise im US-Immobilienmarkt auf die gesamte US-Wirtschaft übergreifen könnte.

HB FRANKFURT. Der Goldpreis fiel zeitweise um ein halbes Prozent auf knapp 640 Dollar pro Feinunze. „Der Ruf von Gold als sicherer Hafen hilft nicht“, stellten die Analysten von Dresdner Kleinwort in einem Marktkommentar fest. Der Goldpreis hatte Ende Februar noch ein Neun-Monats-Hoch bei 689 Dollar markiert. Während die Anleger in der Vergangenheit bei Turbulenzen an den Aktienmärkten verstärkt auf das Edelmetall gesetzt hatten, war das bei der jüngsten Abwärtsbewegung nicht der Fall. Händler konnten keinen überzeugenden Grund dafür nennen, dass das Edelmetall sich als weniger robust als früher erwies. Auch andere Edelmetalle litten unter Verlusten, allen voran Silber mit einem Abschlag von bis zu 1,9 Prozent.

Die Preise der meisten Basismetalle lagen im Plus. Der Kupferpreis stieg um 0,4 Prozent. Nickel verteuerte sich um 1,6 Prozent. „Die Basismetalle dürften sich etwas belastbarer zeigen angesichts der Tatsache, dass die Entwicklungsländer hier eher der Treiber sind als die Industrieländer“, sagte Analyst Robin Bhar von UBS.

Der Ölpreis erholte sich von seinen Verlusten des Vortages. Die Anleger warteten auf Daten zu den wöchentlichen Lagerbeständen in den USA am Nachmittag. Am Donnerstag trifft sich zudem die Opec. Analysten erwarten, dass die Organisation an der derzeitigen Ölfördermenge festhalten wird. Ein Barrel der Nordseesorte Brent notierte am Nachmittag bei 61,05 Dollar, ein Plus zum Vortag von 18 Cent, ein Fass US-Leichtöl kostete 34 Cent mehr und lag damit bei 58,27 Dollar. Am Dienstag war der Ölpreis im Sog der fallenden Aktienkurse an der Wall Street ebenfalls unter Druck geraten.

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