Kurs des Euro steigt
US-Daten belasten den Dollar

Der Kurs des Euro ist am Freitag im Vergelich zum Dollar wieder gestiegen, da neue US-Konjunkturdaten die Spekulationen auf eine rasche und nachhaltige Zinserhöhung in den USA gedämpft haben.

HB FRANKFURT. Die Gemeinschaftswährung stieg auf rund 1,19 Dollar, nachdem der von der Universität Michigan berechnete Index zum Verbrauchervertrauen schlechter als von Analysten erwartet ausgefallen war. Zuvor hatten bereits die US-Inflationsdaten die Markterwartungen hinsichtlich des an den Märkten ab Sommer erwarteten Zinserhöhungszyklus gedämpft. Im Verlauf bröckelte der Euro etwas ab, notierte am Abend mit 1,1860 Dollar aber immer noch deutlich über dem noch kurz vor den Daten von der Europäische Zentralbank (EZB) ermittelten Referenzwert (1,1802 Dollar).

Die Verbraucherpreise waren insgesamt im April gegenüber dem Vormonat um 0,2 (Prognose 0,3) Prozent weniger stark als erwartet gestiegen. In der viel beachteten Kernrate zogen sie aber wieder deutlicher um 0,3 (Prognose 0,2) Prozent an. Bei den Konjunkturdaten überraschte der Anstieg der Industrieproduktion und der Kapazitätsauslastung positiv, während der vorläufige Mai-Index zum Verbrauchervertrauen der Universität Michigan mit 94,2 Punkten klar unter den durchschnittlichen Prognosen von 96,5 Punkten lag.

Analyst Dieter Schwarz von HelabaTrust erklärte, die Daten seien an den Märkten mit Erleichterung aufgenommen worden. Offenbar seien viel höhere Schätzungen als die Prognosen der Analysten im Markt gewesen. Allerdings werde die Erholung des Euro voraussichtlich nicht von langer Dauer sein.

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