Kursrally geht weiter

Platinpreis klettert auf 14-Monats-Hoch

In den vergangenen Wochen stiegen die Preise für Platin um Palladium jeweils um etwa 20 Prozent. Dank starker Wirtschaftsdaten aus den USA geht die Rally weiter. Doch Experten warnen vor Rückschlägen.
Das Edelmetall Platin wird wie Palladium in Auto-Katalysatoren eingesetzt. Viele betrachten die beiden Stoffe daher eher als Industriemetalle. Quelle: obs
Platinbarren

Das Edelmetall Platin wird wie Palladium in Auto-Katalysatoren eingesetzt. Viele betrachten die beiden Stoffe daher eher als Industriemetalle.

(Foto: obs)

FrankfurtPlatin und Palladium setzen ihren Höhenflug fort. Ersteres stieg am Donnerstag um bis zu 1,9 Prozent auf ein 14-Monats-Hoch von 1154,20 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Letztere markierte mit 708 Dollar den höchsten stand seit vergangenem Oktober. Gold stagnierte dagegen bei 1339,30 Dollar. Ein Grund für die Rally sei der bessere Konjunkturausblick der US-Notenbank, schrieben die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar.

Fed-Chefin Janet Yellen hatte im Anschluss an die Bekanntgabe des Zinsentscheids am Mittwochabend, dass sich die Risiken für die US-Wirtschaft verringert hätten. Außerdem verwies sie auf den starken Arbeitsmarkt der weltgrößten Volkswirtschaft.

Platin und Palladium reagieren üblicherweise stark auf Veränderungen der Konjunkturaussichten. Da sie zur Herstellung von Auto-Katalysatoren benötigt werden, sehen Anleger die beiden eher als Industrie- statt als Edelmetall. Mit der Kursrally der vergangenen Wochen steige aber die Gefahr von Rückschlägen, warnten die Commerzbank-Experten. „Platin- und Palladium-ETFs verzeichnen nach wie vor keine beziehungsweise kaum Zuflüsse. Das heißt der Preisanstieg dürfte zu einem Großteil spekulativ getrieben sein.“

In den vergangenen vier Wochen stiegen die Preise für die beiden Edelmetall um jeweils etwa 20 Prozent. Platin steuert damit auf den größten Monatsgewinn seit viereinhalb Jahren zu. Bei Palladium wäre es sogar das größte Plus seit Anfang 2008. Die Edelmetall-Bestände börsennotierter Platin- und Palladium-Fonds stagnierten dagegen bei jeweils rund 60 Tonnen.

Öl steigt weiter, Erdgas schmiert ab
Platz 18: Lebendrind
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So neugierig das Rind auch schaut, sein Wert an der Börse sinkt: Um 15,37 Prozent fielen die Erträge für Lebendrind seit Beginn des Jahres laut „Thomson Reuters/Jeffries CRB Index“ (RJ/CRB-Index). Der Index umfasst 19 verschiedene Futures, die an Warenterminbörsen gehandelt werden, und gilt als Indikator für die zukünftige Entwicklung der Inflation oder die Kostenentwicklung in der Industrie.

Platz 17: Orangensaft
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Gut für Gesundheitsbewusste: Der Orangensaft entwickelt sich zum Preisschlager. Seit Jahresbeginn haben die Preise um 11,04 Prozent nachgegeben.

Platz 16: Erdgas
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Der Verbraucher merkt es meist erst viel später – wenn überhaupt. Doch die Gaspreise sind seit Anfang des Jahres um 9,63 Prozent gesunken. Viele Experten rechnen jedoch mit einem langfristigen Anstieg des Preises, vor allem wegen schwindender Erdölreserven.

Platz 15: Kaffee
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Vom Luxusprodukt zum Alltagsgut: Auch Kaffee wird immer günstiger. Seit Jahresbeginn sanken die Preise zwar weniger stark als bei Lebendrind und Orangensaft – aber immerhin noch um 4,1 Prozent.

Platz 14: Kakao
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Nahezu preisgleich geblieben ist der Kakao – mit einem Rückgang von lediglich 0,12 Prozent seit Januar 2016.

Platz 13: Baumwolle
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Nur leicht teurer wurde dagegen Baumwolle. Der Rohstoff, der vor allem im China, Indien, den USA und Pakistan angebaut wird, verteuerte sich seit Jahresbeginn um 0,76 Prozent.

Platz 12: Weizen
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Er ist das am dritthäufigsten angebaute Getreide der Welt: der Weizen. In vielen Ländern wird er als Brotgetreide verwendet und gilt damit als Grundnahrungsmittel. Seit Januar hat sich der Rohstoff um 1,76 Prozent verteuert.

  • rtr
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