Kursrutsch an den Rohstoffmärkten
Preise für Basismetalle bröckeln

Nach den massiven Kursverlusten bei Aktien in den vergangenen Tagen beginnen nun auch die Rohstoffpreise zu bröckeln; insbesondere Basismetalle geben nach.

LONDON. Der Preis für Kupfer, das meist gehandelte Industriemetall, hatte bis heute Mittag etwa acht Prozent von dem in der letzten Februarwoche erreichten Jahreshoch abgegeben. Aluminium und Nickel verloren ähnlich deutlich.

„Anleger fürchten eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China“, sagt Kevin Norrish von Barclays Capital in London. Das Land fragt mittlerweile rund 25 Prozent der weltweit produzierten Metalle nach. Dennoch bewertet der Analyst die Verluste der vergangenen Tage nur als eine „gesunde Korrektur“. An den fundamentalen Daten – der knappen Versorgungslage bei den meisten Metallen – habe sich nichts geändert. China etwa sehe sich derzeit gezwungen, seine Einfuhren von Kupfer drastisch zu steigern.

Robin Bhar von der UBS in London empfiehlt seinen Kunden deshalb den Kauf kurzfristiger Kupfer-Kontrakte, da sich die Nachfrage saisonbedingt dem Höhepunkt nähere. Auch bei Zink könne es über die nächsten Monate eng werden. Eine extrem knappe Versorgungslage herrsche außerdem bei Nickel und Blei. Eine Preiskorrektur würde sich daher bei den meisten Metallen in Grenzen halten, sind sich die Experten einig.

Thomas Merath von der Credit Suisse sieht gar Anzeichen für eine „Wiederbeschleunigung“ des Wirtschaftswachstums in der Welt, welche die Rohstoffpreise schon bald wieder steigen lassen werde.

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