Lage im Irak im Blick
US-Arbeitsmarktdaten drücken den Euro

Der Euro hat am Donnerstag seine zuvor erreichten Gewinne zum Dollar wieder abgegeben. Die besser als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten erhöhten am Nachmittag den Druck auf die Gemeinschaftswährung.

HB FRANKFURT. Angesichts der andauernden Spannungen im Irak hatte der Euro am Vortag und am Morgen noch deutlich zugelegt. Allerdings hielten sich die Anleger vor dem langen Osterwochenende auch am Devisenmarkt zurück, sagten Händler. „Die Anleger scheuen das Risiko vor dem Wochenende, weil man nicht weiß, was bis Dienstag alles passieren kann“, sagte Andreas Hahner, Devisenanalyst bei Dresdner Kleinwort Wasserstein. Vor dem langen Osterwochenende wollten sich die Anleger nicht zu stark positionieren.

Am Nachmittag kostete der Euro 1,2067 Dollar nach einem Schlusskurs in New York am Vorabend bei 1,2171 Dollar. Am Morgen war die Gemeinschaftswährung zeitweise noch über 1,22 Dollar geklettert.

Ein Grund für die zeitweisen Kursgewinne beim Euro sei die angespannte Lage im Irak, sagte Analyst Hahner. Auch die Devisenexperten der Bremer Landesbank äußerten sich ähnlich zur Situation im Irak: „Für den US-Dollar und die Finanzmärkte wird sich diese Entwicklung weiter belastend auswirken“, schrieben sie dazu in einem Marktkommentar.

Tim Fox, Marktstratege bei der National Bank of Australia in London, sagte, das Thema Irak beunruhige die Anleger. „Die Lage verschlechtert sich und es herrscht Angst vor weiteren politischen Unruhen oder Terrorakten an anderen Orten. Es ist die Angst vor dem Unbekannten“, ergänzte er.

Bei Kämpfen mit schiitischen und sunnitischen Aufständischen sind im Irak seit Sonntag 35 Soldaten der US-geführten Koalitionstruppen und mindestens 200 Iraker getötet worden. Nach Worten eines US-Militärsprechers haben die US-geführten Besatzungstruppen im Irak keine Kontrolle über die Städte Nadschaf und Kut.

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