Lagerbestandsdaten
Ölpreis fällt vorübergehend unter 62 Dollar

HB NEW YORK/LONDON/WIEN. Der US-Ölpreis ist am Mittwoch belastet von Erwartungen weiterer Lageraufstockungen in den Vereinigten Staaten vorübergehend unter 62 Dollar gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete am frühen Nachmittag im elektronischen Handel 62,04 Dollar. Das waren 70 Cent weniger als zu Handelsschluss am Dienstag. Zuvor war der Preis bis auf 61,98 Dollar gesunken. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 65 Cent auf 60,95 Dollar.

Experten rechnen bei den am Donnerstag zur Veröffentlichung anstehenden Lagerbestandsdaten mit einem Plus von etwa 700 000 Barrel Rohöl und 800 000 Barrel Benzin. Angesichts der anhaltenden Spannungen in Nigeria und im Iran sei aber nicht mit deutlichen Kursrückgängen zu rechnen, sagten Händler.

Der Markt frage sich nervös, wie lange der Förderausfall von rund 450 000 Barrel pro Tag in Nigeria noch anhalten werde. Das Land ist der sechstgrößte Ölexporteur der Welt mit einem Absatz von etwa 2,5 Mill. Barrel pro Tag. Angesichts der zunehmenden Gewalt begännen sich Händler Sorgen zu machen, ob der Ölkonzern Royal Dutch Shell das Land verlassen müsse.

Der Preis für Opec-Rohöl stieg weiter. Am Dienstag kostete ein Barrel im Durchschnitt nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch 56,07 Dollar. Damit kostete es 61 Cent mehr als am Montag. Der so genannte Korbpreis der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) setzt sich aus elf wichtigen Sorten des Kartells zusammen.

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