Leitwährung Der unantastbare US-Dollar

Gigantische Schuldenberge, eine knapp abgewendete Staatspleite, immer wiederkehrende Haushaltsstreitereien – und trotzdem ist und bleibt der US-Dollar die weltweite Leitwährung. Ist es an der Zeit umzudenken?
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"In God we trust" steht auf einer Dollarnote: Schwindet das Vertrauen in die Leitwährung Dollar? Quelle: dpa

"In God we trust" steht auf einer Dollarnote: Schwindet das Vertrauen in die Leitwährung Dollar?

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DüsseldorfNach dem US-Haushaltsstreit ist vor dem US-Haushaltsstreit und auch die staatliche Schuldengrenze wird schon bald das nächste Mal erreicht sein. Denn die Politiker in Washington haben die Probleme bekanntlich nur aufgeschoben, aber keinesfalls aufgehoben. Den Devisenmärkten konnte das Drama, das sich in den vergangenen Wochen in Senat und Repräsentantenhaus abgespielt hat, wenig anhaben. Die Ausschläge hielten sich in Grenzen.

Die Gelassenheit an den Märkten nahm in den Tagen und Stunden vor der drohenden Zahlungsunfähigkeit der USA schon fast erschreckende Züge an. „Auch am Devisenmarkt ging es im Vergleich zu anderen drohenden und tatsächlichen Krisen ruhig zu“, sagt Torsten Gellert, Managing Director des Onlinebrokers FXCM. „Man hatte fast den Eindruck, der US-Dollar würde auch diesmal wieder als Krisenwährung gekauft, obwohl die Wurzel allen Übels ja gerade die Amerikaner selbst waren.“ Zwar fiel der US-Dollar während des „Shutdowns“, bei dem viele Staatsdiener in den Zwangsurlaub geschickt wurden, gegen den Euro auf ein Achteinhalb-Monats-Tief – angesichts einer drohenden Staatspleite aber eine eher mäßige Reaktion.

„Die Markterwartung, dass die US-Politik die Reputation der größten weltweiten Reservewährung – die der US-Volkswirtschaft und jeder US-Regierung ungeheure Vorteile verschafft – nicht aufs Spiel setzen würde, wurde wieder einmal voll erfüllt“, schriebt Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, am Morgen nach der Einigung in einem Gastbeitrag für Handelsblatt Online. „Diese Erfahrung macht im nächsten Akt, der ja wohl im Dezember und in den ersten beiden Monaten des kommenden Jahres spielen wird, die Drohung mit dem Staatsbankrott noch stumpfer.“

Früher oder später kehrt der US-Schuldenstreit zurück, weiß auch Ulrich Leuchtmann. „Trotzdem dürfte der US-Dollar noch viele, viele Jahre Weltleitwährung bleiben“, ist der Devisen-Experte der Commerzbank überzeugt. Vor allem seine Rolle im Welthandel mache den Greenback zur Leitwährung. Im weltweiten Außenhandel werden die Waren meist in Dollar und nicht in der Währung des Exporteurs oder Importeurs abgerechnet. Sich auf nur eine Leitwährung zu einigen, ist durchaus sinnvoll. Denn je mehr Währungen beim Handel über Grenzen ins Spiel kommen, desto größer werden natürlich auch die Wechselkursrisiken. Ein Unternehmen, das in mehrere Währungsräume exportiert, hätte deutlich höhere Kosten für die Absicherung. Auch wäre diese viel komplizierter, schließlich kann sich die Nachfrage verändern. Mal exportiert es mehr in den Euro-Raum, dann vielleicht mehr nach Russland oder Korea.

Eine Weltleitwährung vereinfacht den Handel enorm. „Nun muss es natürlich nicht der Dollar sein, der diese Rolle als Welt-Leitwährung spielt“, so Leuchtmann. „Seitdem aus Marktsicht die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum beendet ist, würde sich der Euro als Alternative anbieten.“ Er räumt jedoch ein, dass ein Systemwechsel schwerfiele. Schließlich müssten sich alle Außenhändler gleichzeitig auf eine neue Leitwährung einigen. Da das kompliziert sei, „bleiben alle nolens volens beim dollar-zentrierten System.“

Ein hart erarbeitetes Privileg
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18 Kommentare zu "Leitwährung: Der unantastbare US-Dollar"

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  • @bjarki - or how the f*ck you pronounce that name:

    "Der weltweit größte Energieexporteur"??????
    Drunk? Or totally pissed?

  • Der Dollar wurde erst 1944 die Reservewährung der Welt und löste das Englische Pfund ab. Der Grund lag in den Angriffskrieg der Engländer gegen Deutschland und seinen Verbündeten.

    Dabei waren die Verluste der Engländer nicht sehr groß (240.000 Soldaten, 60.000 Zivilisten) dem gegenüber des Deutschen Reich (3,5 Millionen Soldaten und 2 Millionen Zivilisten)

    England hatte sich aber nie vollständig vom ersten Weltkrieg erholt und der zweite Weltkrieg konnte das Land ökonomisch nicht durchhalten.

    Trotz der Besetzung von ¼ der Welt.

    Die USA sagte damals kannst klar „Wir halten Deutschland auf, selbst wenn es den letzten Engländer kostet“.

    Die USA lieferten Waren und England zahlte bis es nichts mehr hatte.

    Geräuschlos verschwand der Englischen Einfluss in der Welt genau wie das Pfund und die USA übernahmen es.

    Niemand sagt, daß die USA auf Dauer die Leitwährung stellen wird.



  • Der Dollar bleibt was er ist, die amerikanische Wirtschaft steht vor neuen Hoehenfluegen durch die neue Energieautarkie plus den Einkuenften als seit dem Sommer groessten weltweiten Energieexporteur. Das sind die Fakten. Es ist klar wo die Musik spielt. Europas Gutmenschen Folkoristiker koennen heulen ,wie sie wollen. Nicht einmal der Sozialist Obama mit seinem laecherlichen Change, ist in der Lage das zu aendern.

  • Ich kann zu dieser Thematik jedem nur das Buch
    "Die Kreatur von Jekyll Island" Das geheime Machtkartell des Weltbankensystems von G. Edward Griffin empfehlen.


  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Der unantastbare US-Dollar?

    Dank Flugzeugträgern, NSA, CIA,...!!!

    Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" oder "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann" suchen.

  • Wer spekuliert, wird vielleicht Rimimbi oder Rubel kaufen. Wer aber Geld über Jahre sicher anlegen will, dem bleiben nur Schweizer Franken, eventuell Euro und vor allem der US-Dollar. Es ist eben nicht die Währung, sondern der Rechtsstaat, der dahinter steht, der den Wert des Geldes verbürgt. Die FED mag momentan Geld drucken wie verrückt, aber sie macht es im Rahmen von Gesetzen. Jeder, auch ein Chinese oder Russe, wird, wenn er die Wahl hat, den Dollar bevorzugen.
    Dieter Staas

  • Der Dollar ist privates Geld kein Staatsgeld!!!

    Das Privatunternehmen FED hat seit 1913 das Geldmonopol und schafft FED-Schuld-Dollar ( per Kredit ) aus dem nichts und verschulden/versklaven damit die ganze Menschheit!!!

    Geld entsteht nur über Kredit!!!

    Geld = Schuld

    Jeder Euro/Dollar/Yen der im Umlauf ist, wurde den Staaten, Unternehmen und Menschen nur geliehen, und muss plus Zinsen an die internationalen Bankster zurückgezahlt werden!!
    ( Privatbanken bzw. deren Eigentümer haben das Geldmonopol! )

    Warum erfahren wir in den gleichgeschalteten Massenmedien nie etwas über das Schuldgeldsystem der internationalen Bankster?


    Präsident Kennedy unterzeichnete am 4. Juni 1963 ein präsidiales Dokument die"executive order number 11110". ( Sein Todesurteil ) Dieser präsidiale Beschluss ermächtigte den Präsidenten der Vereinigten Staaten, die Herstellung von Geld wieder in die Gewalt des Staates zurückzubringen!

    Weg vom Schuldgeld der privaten FED die damit die ganze Welt verschuldet/versklavt!

    Kongressdokumente, die erst kürzlich ans Tageslicht gekommen sind, beweisen, dass Präsident Kennedy sogar schon damit begonnen hatte, das neue Staatsgeld unter der Bezeichnung "United States Notes" drucken zu lassen und in Umlauf zu bringen. Immerhin 4 Milliarden Dollar sind noch zu seinen Lebzeiten der Geldzirkulation zugeführt worden.

    Was geschah nach dem Tod Kennedys mit den neuen Staatsgeld?

    Als Kennedy 5 Monate nach der Einführung ermordet wurde, wurden die neuen Staats-Dollar-Scheine unmittelbar nach dem Attentat von den zwölf Privatbanken, aus denen sich die private Notenbank FED zusammensetzt, eingesammelt und vernichtet.

    Heute gibt es nur noch private FED-Schuld-Dollar.

    Das amerikanische Volk und die übrige Welt erfuhren nichts davon.

    Warum informieren uns die gleichgeschalteten Massenmedien nie über das "Schuldgeldsystem" der internationalen Bankster?

    Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

    Die internationalen Bankster?

  • Der Dollar ist sicherlich mittlerweile - nicht zuletzt durch die FED - Schrott. Der kohlsche Euro war ja - vorhersehbar - eine sehr teure Missgeburt mit sehr schlechter DNA - also wenig Hoffnung auf Besserung. Somit bleiben die Chinesen.

    Eine gefaehrliche Situation fuer die Drahtzieher hinter den USA - die US-Army ist nur 1 Kriegsmittel von denen. Der USD das andere. Aber kuenstliche Kraefteverhaeltnisse sind selten langfristig stabil.

  • Der Schrottwert des Dollars wird von den Rohstofflieferanten bestimmt werden. Wenn sich diese weigern ihre wertvollen Bodenschätze gegen bedrucktes Papier zu tauschen. Nicht New York, London oder Paris wird der Schätzmeister sind, sondern Peking, Moskau und Johannesburg.

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