Libyens Ministerpräsident frei
Ölmarkt-Anleger beruhigen sich

Libyens Ministerpräsident Ali Seidan wurde freigelassen. Das hat den Ölmarkt etwas beruhigt. Zudem hoffen Händler darauf, dass der US-Haushaltsstreit bald gelöst ist.
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FrankfurtDie Freilassung des entführten libyschen Ministerpräsident Ali Seidan hat am Donnerstag die Anleger am Ölmarkt etwas beruhigt. Die Ölpreise grenzten ihre Gewinne ein. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent kostete mit 109,80 Dollar zwar immer noch 0,7 Prozent mehr als am Vorabend, notierte aber unter dem zuvor erreichten Tageshoch von 110,14 Dollar. US-Leichtöl der Sorte WTI halbierte seine Tagesgewinne auf 0,3 Prozent und kostete noch 101,92 Dollar. Der Ölpreis wurde Händlern zufolge zudem von Hoffnungen auf eine Lösung des US-Haushalts- und Schuldenstreits gestützt.

Libyen exportiert inzwischen wieder rund 700.000 Barrel Öl pro Tag. Im Sommer war die Ausfuhr noch deutlich niedriger gewesen. Streiks und politische Auseinandersetzungen hatten den Ölexport auf das niedrigste Niveau seit dem Bürgerkrieg 2011 gedrückt. Nach der Entführung Seidans hatten viele Anleger gefürchtet, dass die Rückkehr Libyens als verlässlicher Öllieferant noch länger auf sich warten lassen würde.

„Derzeit fehlen dem Markt täglich nach wie vor rund 800.000 Barrel an hochwertigem Rohöl aus Libyen“, stellten die Analysten der Commerzbank fest. „Dies unterstützt insbesondere den Brentölpreis, da libysches Öl hauptsächlich nach Europa geliefert wird und Brentöl eine vergleichbare Qualität aufweist wie libysches Öl.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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