Lieferengpässe in Südafrika
Platin knackt 2 000-Dollar-Marke

Platin setzt seine Rekordjagd ungebremst fort. Vor allem die Sorge vor neuen Lieferengpässen in Südafrika treiben den Preis für das Edelmetall nach oben. Betroffen sind insbesondere der Autosektor und die Schmuckbranche. Experten befürchten eine weitere Zunahme des Angebotsdefizit.

KAPSTADT/DÜSSELDORF. Am Donnerstag zog das Edelmetall Platin in London bis auf 2 025 Dollar an und kostete erstmals mehr als 2 000 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Seit Jahresbeginn ist der Preis um mehr als 30 Prozent gestiegen - mehr als bei jedem anderen Metall.

Getrieben wird die Preisentwicklung vor allem durch die Sorgen vor neuen Lieferengpässen, Stromausfällen in den Minen in Südafrika und die starke Zunahme spekulativer Positionen. Die Verteuerung schmerzt vor allem die Hersteller von Autokatalysatoren, die 55 Prozent des weltweit geförderten Platins nachfragen. Der Rest wird von der Schmuckbranche absorbiert.

"Für die industrielle Nachfrage fehlen die Alternativen", sagt Barbara Lambrecht, Rohstoffexpertin der Commerzbank, mit Blick auf den Autosektor. Und solange die Probleme in Südafrika anhalten, dürfte es weiter nach oben gehen. "Die Marke von 2 000 Dollar ist nur ein temporäres Hoch", so Lambrecht.

In Südafrika kämpft Anglo Platinum mit Förderproblemen. Der weltweit größte Platinproduzent rechnet nun damit, dass seine Produktion auch dieses Jahr - zum zweiten Mal in Folge - fallen wird. Bereits 2007 war die Angloplat-Förderung um zwölf Prozent auf 2,47 Mill. Unzen geschrumpft. In diesem Jahr könnte die Produktion wegen der Stromausfälle am Kap und den damit verbundenen Förderunterbrechungen sogar auf 2,4 Mill. Unzen fallen. Ursprünglich hatte Angloplat für 2008 drei Mill. Unzen in Aussicht gestellt.

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