Märkte warten auf US-Daten
Euro weiter im Aufwärtstrend

Vor Veröffentlichung neuer Konjunkturdaten aus den USA hat der Euro am Freitag seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Hinzu kommen nach Angaben von Händlern technische Faktoren, die den Euro weiter in Richtung seines Jahreshochs von etwas über 1,19 Dollar treiben.

HB FRANKFURT. Händler sagten, das Hauptaugenmerk der Investoren gelte am Nachmittag zunächst dem US-Einzelhandelsumsatz. Mit Kursen um 1,1780 Dollar notierte die Gemeinschaftswährung gut einen halben US-Cent über dem New Yorker Schluss von 1,1725 Dollar. Allein seit Montag hat die Gemeinschaftswährung rund drei US-Cent an Wert gewonnen.

Im Referenzkursverfahren der Banken kletterte der Euro auf 1,1788 Dollar von 1,1684 Dollar am Vortag. „Zusammenfassend ergibt sich ein Bild, das weiterhin einen festen Euro favorisiert“, hieß es am Freitag in dem Tageskommentar der Helaba. „Die politische Unsicherheit nach den jüngsten Anschlägen im Nahen Osten hat nicht nur den ungelösten Irak-Konflikt wieder auf die Agenda der Händler am Devisenmarkt gebracht, sondern auch die damit verbundenen strukturellen Probleme der US-Wirtschaft, wie beispielsweise die Neuverschuldung, ins Scheinwerferlicht gerückt“, ergänzten die Experten der HelabaTrust. Da zugleich einige Wirtschaftsdaten aus der Euro-Zone eine bessere Konjunkturentwicklung in Frankreich und Deutschland sowie den Niederlanden signalisieren, komme dies dem Euro stärker zugute.

Dennoch werden nach Angaben von Händlern am Freitag die US-Konjunkturdaten und Reden von US-Notenbankchef Alan Greenspan und EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing im Mittelpunkt stehen. Bis dahin werde der Markt vorsichtig agieren, hieß es.

Von Reuters befragte Analysten erwarten, dass der US-Einzelhandelsumsatz im Oktober insgesamt wie schon im Vormonat um 0,2 % gesunken ist. In der Kernrate ohne Autos wird ein Plus von 0,2 % nach 0,3 % im Vormonat erwartet. Für die Industrieproduktion sagen die Experten einen Anstieg um 0,3 % nach 0,4 % im Vormonat voraus. Die Erzeugerpreise für Oktober werden insgesamt mit einem Anstieg von 0,2 % nach 0,3 % im Vormonat und in der Kernrate ohne Lebensmittel- und Energiepreise mit einem Plus von 0,1 % nach unverändert im Vormonat erwartet. Der Index des Verbrauchervertrauens der Uni Michigan für November dürfte den von Reuters befragten Analysten zufolge auf 91,0 von 89,6 Zählern steigen.

Auch zum Yen gab der Dollar weiter nach. Mit Kursen um 108 Yen notierte die US-Währung unter dem New Yorker Schluss von 108,15/25 Yen. Händler sagten, viele Marktteilnehmer fürchteten auf diesem Niveau neue Interventionen der japanischen Notenbank, die eine Aufwertung des Yen verhindern will.

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