Manipulation, Hacker, Aussetzer: Bitcoin verliert Vertrauen

Manipulation, Hacker, Aussetzer
Bitcoin verliert Vertrauen

Eine der größten Börsen für Bitcoins steht vor dem Zusammenbruch. Anleger sind vermutlich ihr Geld los. Das Vertrauen in die virtuelle Währung ist erschüttert. Andere Börsenbetreiber schimpfen auf den Konkurrenten.
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DüsseldorfMt. Gox, eine der größten Handelsplattformen für Bitcoin, ist über Nacht verschwunden. Am Dienstagmorgen war die Webseite nicht mehr erreichbar. Unter der Adresse www.mtgox.com erschien nur noch eine weiße Seite. Am späten Nachmittag sendete der Betreiber ein Lebenszeichen; aber nur, um mitzuteilen, dass alle Transaktionen gestoppt worden sind.

Im Netz machten Gerüchte die Runde: Der Betreiber sei insolvent, heißt es. An anderer Stelle wird über einen großen Diebstahl spekuliert. Den Schaden haben die Anleger: Sie sind möglicherweise ihr Geld los. „Wir konnten nichts tun“, erklärte die japanische Finanzaufsicht, zuständig für Banken und Versicherungen.

Das Vertrauen in Bitcoins ist erschüttert: Schon bevor Mt. Gox nicht mehr erreichbar war, war der Kurs der virtuellen Währung dort auf 135 Dollar gefallen, nach einem Stand von mehr als 1000 Dollar Ende 2013. Auf anderen Plattformen fiel der Preis für Bitcoin laut Datenanbieter Coindesk am Dienstagmittag unter 500 Dollar.

Bereits vor zwei Wochen hatte Mt. Gox den Handel mit Bitcoin ausgesetzt, nachdem eine technische Panne bekannt geworden war. Seitdem kamen Anleger nicht mehr an ihr Geld - die Plattform zählte rund eine Million Kunden.. Es sei ein Fehler identifiziert worden, der ermöglichte, die gleichen Bitcoin mehr als einmal verkaufen, erklärte Mt. Gox. Damals hieß es noch, alles komme schnell wieder in Ordnung. Gleichzeitig teilte der Betreiber der Plattform mit, seinen Sitz „aus Sicherheitsgründen“ in die japanische Hauptstadt Tokio verlegt zu haben.

Doch die Panne könnte schwerer sein als gedacht. Möglicherweise sind Transaktionen über mehrere Jahre von Hackern manipuliert worden, ein virtueller Bankraub sozusagen.

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  • Die Einfältigen sterben nie aus.Man dachte die Leute werden schlau,aber weit gefehlt.Jetzt stehen sie vor ihren virtuellen Banken und beklagen ihren Spekulationsverlust und fordern das Eingreifen des Staates-einfach lächerlich.

  • Bei einer solch jungen Währung darf ein Handelsplatz für Cryptowährungen nicht mit einer Bank oder gar einem Safe verwechselt werden. Auch wenn der jetzige Kurssturz jeden Bitcoin-"Anleger" trifft, ist es mehr als leichtsinnig seine Bitcoins in die Hände und das Schicksal eines solch jungen Handelsplatzes für die langfristige Aufbewahrung zu legen. Jeder Mittel- bis Langfrist-"Anleger" würde die mögliche Insovenz des Handelsplatzes Mt.Gox locker wegstecken, wenn die Bitcoins in sichere Wallets transferiert gewesen wären. Lösungen wie Armory (https://bitcoinarmory.com/) oder SecurePaperWallet (https://www.securepaperwallet.de/) sind nur zwei Möglichkeiten um seine Bitcoins nicht im Zuge einer Handelsplatzinsolvenz zu verlieren. Nicht zuletzt sei noch angemerkt, dass es sich nicht um ein allgemeines Bitcoin-Problem handelt, sondern um ein Problem eines einzelnen (wenn auch signifikanten) Handelsplatzes. Die Grundidee und das Konzept von Bitcoin wird dadurch nicht infrage gestellt.

  • Betrachtet man das ganze langfristiger, sieht, man, dass es dieses Szenario schon mehrfach gab und der Bitcoin trotzdem gestiegen ist:
    http://cryptopay.blogspot.de/2014/02/bitcoin-kursverlauf.html

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