Markt reagiert auf Sturm im Golf von Mexiko
Ölpreis klettert in Richtung 70 Dollar

Der Rohölpreis ist am Donnerstag erstmals auf die Marke von 68 Dollar geklettert und hat damit einen weiteren Höchststand erreicht.

HB SINGAPUR. Im Handel in Singapur stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl, lieferbar im Oktober, um rund 44 Cents auf 68 Dollar. Dann fiel er wieder leicht auf 67,55 Dollar.

Hauptgründe für den Preisanstieg waren der Rückgang der Benzinvorräte in den USA, die neuesten Daten zum weiter steigenden Öldurst in China und die Sorge vor neuen Stürmen im Golf von Mexiko, die die dortige Ölförderung behindern könnten.

„Der Markt reagiert auf den Sturm im Golf von Mexiko, der Bohrinseln und Raffinerien beeinträchtigen könnte“, sagte Analyst Victor Shum vom US-Energieberater Purvin and Gertz. Der Sturm Katrina erreicht die Ostküste von Florida möglicherweise am Freitag als Hurrikan und könnte im Golf von Mexiko Schäden an Bohrinseln, Ölplattformen und Erdgasproduktionsanlagen anrichten. Der Golf von Mexiko ist eines der wichtigsten Öl- und Erdgasfördergebiete der USA und Mexikos.

Händler fassen nun die psychologisch wichtige Linie von 70 Dollar ins Auge. Die Frage sei nicht mehr ob, sondern nur noch wann diese Marke erreicht werde, sagte der Energieexperte Victor Shum von Purvin & Gertz in Singapur.

Der Ölpreis liegt inzwischen fast 50 Prozent höher als vor einem Jahr. Inflationsbereinigt befindet sich der Rohölpreis aber immer noch unter seinem Rekordstand von 1980. Um dieses Niveau zu erreichen, müsste der Preis heutzutage auf 90 Dollar steigen.

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