Marktschlussbericht Tokio
Schwacher Yen sorgt für gute Stimmung

Die Aktienkurse in Tokio haben am Donnerstag nach uneinheitlich ausgefallenen Konjunkturdaten und einer technischen Gegenreaktion nach den Verlusten der vergangenen Tage sehr fest geschlossen. Zudem sorgte vor allem der schwache Yen für gute Stimmung: Er bescherte den Exportwerten deutliche Kursaufschläge.

HB SINGAPUR. Der Euro notierte zum Dollar beinahe unverändert. Der Ölpreis legte um rund 40 Cent auf 70,45 Dollar zu. Händler machten dafür Sorgen vor einer möglichen Verschärfung des Atomstreits mit dem Iran verantwortlich.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss um rund 1,7 Prozent fester bei 16 140 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte um knapp 1,4 Prozent auf 1634 Stellen. Auch die Börsen in Taiwan, Singapur, Südkorea und Hongkong lagen im Plus.

„Der schwächere Yen hat eine große Auswirkung“, sagte Experte Soichiro Monji von Daiwa SB Investments mit Blick auf die Entwicklung in Tokio. Vor allem exportorientierte Unternehmen profitieren davon. Auslöser der Kursverluste der japanischen Währung waren überraschend schwache Daten zur Industrieproduktion gewesen. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) mitteilte, sank die industrielle Erzeugung gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 0,9 Prozent. Volkswirte hatten dagegen einen Anstieg um 0,7 Prozent erwartet. Im Juni war der Output um 2,1 Prozent gestiegen und im Mai um 1,3 Prozent gefallen.

Im Jahresabstand stieg die Produktion im Juli unbereinigt um 5,1 Prozent. Die Auslieferungen sanken im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent und die Lagerbestände um 1,0 Prozent. Die großen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes rechnen für August mit einem Produktionszuwachs von 4,2 Prozent, gefolgt von einem Rückgang um 1,4 Prozent im September. Das METI ließ seine Einschätzung der Industrieproduktion unverändert.

Am Markt zählten daraufhin etwa Titel des Elektronikkonzerns Toshiba und des Kameraproduzenten Canon zu den Gewinnern. Sie verteuerten sich um 3,2 beziehungsweise 2,3 Prozent.

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