Martbericht
Investoren flüchten in sichere Devisen

An den Devisenmärkten hat Verunsicherung unter Investoren am Dienstag zur Flucht in Sicherheit geführt. Es profitierten als stabil geltende Währungen wie Franken und Yen.

FRANKFURT. Der Euro kam unter Druck, da russische Banken offenbar mit ausländischen Geldhäusern über eine Refinanzierung von Schulden von 400 Mrd. Dollar verhandeln müssen. Der Vorstoß wird als Beleg für die miserable wirtschaftliche Lage der Länder Osteuropas gewertet. Dabei halten viele Länder ihre Devisenreserven in Euro. Müssen sie diese auflösen, belastet das die Gemeinschafswährung.

Der Franken notierte am Nachmittag 0,5 Prozent höher bei 1,5055 je Euro, der Yen zeitweise 1,9 Prozent stärker bei 116,67 je Euro. Allerdings mahnen Devisenexperten bei beiden Währungen zu Vorsicht: Beim Franken werde ein Rückgang der Inflation der Schweizerischen Nationalbank erlauben, zur Stützung der Exporte den Kurs zu drücken. Der Yen sei angesichts der konjunkturellen Lage Japans inzwischen sehr teuer.

Der Dollar hatte zum Euro zunächst zugelegt, rutschte dann jedoch nach den Aussagen von Timothy Geithner (s. Anleihen) unter das Vortagesniveau. Größter Verlierer unter den wichtigen Währungen war der australische Dollar, da die Risikoscheu zugenommen hat und das Geschäftsvertrauen im Januar auf ein Rekordtief gefallen war.

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