Massive Verkäufe Anleger flüchten aus Euro und Dollar

Heftige Turbulenzen am Devisenmarkt: Der Dollar stürzt ab, doch den Euro erwischt es noch heftiger. Auf der Suche nach Sicherheit flüchten sich die Anleger in Yen und Franken – und natürlich in Gold.
Update: 01.08.2011 - 20:22 Uhr 12 Kommentare
Euro und Dollar stehen kräftig unter Druck. Quelle: dpa

Euro und Dollar stehen kräftig unter Druck.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie wieder aufflammende Risikoscheu der Anleger hat am Montag den Kurs des Euros deutlich zurückgeworfen. Die Gemeinschaftswährung fiel am Nachmittag im Vergleich zum US-Dollar auf 1,42 Dollar zurück. Am Morgen hatte der Euro ungeachtet der Einigung im US-Schuldenstreit noch über 1,44 Dollar notiert. Doch die heftigen Kursverluste an den europäischen Börsen sorgten am Nachmittag auch am Devisenmarkt für eine Verkaufswelle.

Auch der Dollar rutschte im Vergleich zu anderen Währungen als dem Euro nach schwachen Konjunkturdaten ab. Gegenüber dem japanischen Yen rutschte die US-Devise auf 76,40 Yen je Dollar ab. Damit war der Yen teurer als nach dem Erdbeben und der Atomkatastrophe von Fukushima im März. Damals hatten die internationalen Notenbanken eingegriffen, um die Aufwertung der japanischen Währung zu stoppen. Im Vergleich zum Schweizer Franken rutschte der Dollar auf ein Allzeittief bei 0,7740 Franken je Dollar.

Der Euro stürzte im Vergleich zum Franken um mehr als 2,5 Prozent ab und kostete erstmals in der Geschichte nur noch 1,10 Franken. Gegenüber dem Yen verlor er ebenfalls gut zwei Prozent auf 108,80 Yen je Euro.

Neben der Krisenwährung Franken profitierte auch der Goldpreis von Angstkäufen. Die Notierung des Edelmetalls sprang am Nachmittag um 20 Dollar auf 1630 Dollar je Feinunze an, fiel im Laufe des Abends aber wieder ein wenig ab Richtung 1620 Dollar. Sein Rekordhoch hatte der Goldpreis vergangenen Freitag bei 1632,30 Dollar markiert. In Euro gemessen erreichte Gold ein neues Allzeithoch bei 1.148,50 Euro je Unze.

Startseite

12 Kommentare zu "Massive Verkäufe: Anleger flüchten aus Euro und Dollar"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Erschreckend.....die Naivität der Menschen

  • Lieber Zeitzeuge ,
    Wollen Sie mich auf den Arm nehmen mit Ihrer Einschätzung !

  • Die USA werden nicht in die Pleite gehen . Die Super-Macht
    USA nimmt in diesem Fall sogar den 3. Weltkrieg in Kauf .
    Was ist in diesem Fall noch Gold an Wertbeständigkeit .
    Bei einem nuklearen Krieg ist das Ende der Menschheit
    doch absehbar .

  • Ein paar Krümel Gold für rd. 1600 €. Dafür kann man
    sich schon einen vernünftigen Gebrauchtwagen kaufen oder
    eine neue Küche. Die Börsianer sind allesamt krank im Kopf,
    Psychopaten. Sie tanzen um das Goldene Kalb herum. Sie tun mir alle nur leid. Die sollten einmal lieber Getreide anbauen und ernten oder Kartoffeln. Die haben einen Wert!
    Die machen nämlich satt. Gold kann man nicht essen, und auch nicht im Supermarkt damit bezahlen! Spinner sind das
    alles!

    Ich habe auch einmal zu diesen kranken Typen gehört als Broker. Gott sei Dank ist diese Zeit lange vorbei und ich übe jetzt einen Beruf aus, der anderen Menschen nutzt.

  • Wenn die Leute so hinter den Franken her sind, würde ich an der Stelle der Schweizer Zentralbank Franken drucken. Die Sache mit der Inflation ist ganz einfach: Die Ausländer (u.a. Deutsche) geben das Geld ja nicht aus, , es liegt unter dem Kopfkissen, somit kommt es gar nicht in Umlauf, also gibt es auch keine Inflation in der Schweiz, aber schöne Gewinne für die Zentralbank; die hat es gerade jetzt nötig! Aber wahrscheinlich kommt es ganz anders: Ausländern wird einfach nichts mehr in Franken umgetauscht (Devisenbeschränkung). Dann schießt die beste Währung der Welt allerdings durch die Decke. Der Euro ist tot. Die meisten Bürger (Politiker sowieso nicht) wollen es immer noch nicht wahrhaben.

  • Quatsch. Sagen Sie das nur, weil Sie nicht sin der Schweiz angelegt haben?

  • Ja, den Schweizern wírd demnächst das Papire ausgehen, um Fränkli-Scheine zu drucken... so manchen steht ein böses Erwachen mit den Fränkli unterm Kopfkissen bevor...

  • Gehen Sie mit allem, was Sie haben long! Die große Chance! Der Markt dreht! 10000 Punkte im DAX winken!
    : )))

  • Wie jetzt? Ein Klopapier wertet gegenüber dem anderen auf oder ab? Wen interessiert das eigentlich? Liebes Handelsblatt, das einzige was interessiert ist der Goldpreis! Nur der konkretisiert den Kaufkraftschwund von Klopapier gegen reale Werte!

  • Au weia, Herr Drescher! Ausgerechnet der Jen, die Währung eines der höchstverschuldeten Länder mit einer fast Jahrzehnte währenden Rezession als Hort der Sicherheit? Und die kleine Schweiz mit ihrem Fränkli? Ab einer bestimmten mengenmäßigen Größenordnung würde diese Währung wie eine Rakete durch die Decke schießen - so viele Franken gibt's gar nicht.

    Da haben wohl schweizerische und japanische institutionelle Anleger ihre Dollar und Euro Anlagen umgeschichtet- Mehr wird da kaum sein.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%