Metallpreise
Starker Dollar drückt Preise für Metalle

Kommt die Zinswende? Schon die Erwartung lässt den Dollar steigen. Das setzt die Preise für Edel- und Industriemetalle unter Druck. Anleger außerhalb der USA müssen trotzdem tiefer in die Tasche greifen.
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LondonEin stärkerer US-Dollar im Nachgang der amerikanischen Notenbanksitzung hat den Rohstoffhunger der Anleger am Donnerstag gezügelt. Bei den Edelmetallen verbilligte sich Gold um bis zu 1,3 Prozent auf 1081 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Auch Silber und Platin wurden bis zu ein Prozent beziehungsweise ein halbes Prozent schwächer gehandelt. Die Aussicht auf eine baldige Zinswende in den USA half dem Dollar auf die Sprünge, der Euro fiel zeitweise um 0,4 Prozent auf 1,0943 Dollar zurück. Investoren außerhalb der USA müssen bei in Dollar notierten Rohstoffen entsprechend tiefer in die Tasche greifen.

Die Notenbank Fed hält die Tür für eine Zinsanhebung im September weiter offen. „Es gab Hinweise der Fed im Sinne von ‚eher früher als später‘ und das stärkt den Dollar und drückt die Rohstoffe“, fasste Citigroup-Stratege David Wilson zusammen. „Weil das Augenmerk nun wieder auf der Dollar-Stärke liegt, zeigt die Kurve für Gold bis zum Zeitpunkt einer tatsächlichen Zinsanhebung nach unten.“ Bei den Industriemetallen fiel der Kupferpreis um bis zu 1,2 Prozent. Zusätzlich zum stärkeren Dollar belasteten die erneuten Verluste am chinesischen Aktienmarkt. Investoren sorgten sich vor einer Abschwächung der Konjunktur in dem Land.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Habe von von Edel- und Industriemetalle gar keine Ahnung, aber auch dieser Artikel muß kommentiert werden

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