Minister treffen sich am 15. September
Opec sieht hohe Risikoprämie beim Öl

Rund ein Drittel des zuletzt rasant gestiegenen Ölpreises beruht nach Worten von Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro auf Anschlagsängsten an den Märkten.

HB SYDNEY. „Den derzeitigen politisch bedingten Preisaufschlag würde ich mit zehn bis 15 Dollar beziffern“, sagte Purnomo am Mittwoch beim Weltenergie-Kongress in Sydney. An den Märkten hatten in den vergangenen Monaten zahlreiche Anschläge im Nahen Osten Befürchtungen vor Öl-Versorgungsengpässen ausgelöst und den Ölpreis kräftig nach oben getrieben. „Wenn diese nicht-fundamentalen Faktoren verschwinden, hoffen wir, dass der Preis auf ein Niveau von 30 Dollar pro Barrel zurückgeht.“

Die Minister der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) beraten am 15. September in Wien über eine neuerliche Anhebung der Fördermengen, die die Märkte beruhigen soll. Das Kartell, von dem mehr als 50 Prozent der weltweiten Ölexporte stammen, produziert jedoch bereits mit annähernd 30 Mill. Barrel pro Tag soviel wie seit Ende der neunziger Jahre nicht mehr. Die offiziell festgelegte Obergrenze für die zehn Mitgliedsländer ohne den Irak liegt bei lediglich 26 Mill. Barrel täglich. „Der Preis sollte eigentlich nicht so hoch sein wie er derzeit ist“, sagte Purnomo. Im Durchschnitt dieses Jahres sei der Markt um rund 1,5 Mill. Barrel pro Tag überversorgt.

Ängste vor Anschlägen im Irak und anderen Ölförderländern sowie eine starke Nachfrage aus den USA und China hatten die Ölpreise in den vergangenen Monaten auf Rekordstände getrieben. Seit einigen Tagen gehen sie allerdings wieder etwas zurück. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl lag am Mittwochmorgen mit 43,24 Dollar je Barrel rund sechs Dollar unter dem am 20. August markierten Allzeit-Hoch.

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