Mittelfristig Anzeichen für Entspannung
Ölmärkte warten auf Wirbelsturm „Emily“

DÜSSELDORF. Während der Hurrikan „Emily“, der dritte in diesem Jahr, derzeit mit Windgeschwindigkeiten von 230 und mehr Stundenkilometern auf die mexikanische Halbinsel Yukatan zurast, bleiben die Händler an den Ölmärkten gelassen: Obwohl der Sturm bereits die Produktion des staatlichen mexikanischen Ölförderers Pemex im Golf von Mexiko in weiten Teilen lahm gelegt hat, gaben die Preise für das Barrel sowohl für die in den USA maßgebliche Ölsorte WTI wie auch für Brent, die wichtigste Sorte in Europa, nach. Das Barrel Brentöl notierte gestern bei 55,84 Dollar (ein Barrel entspricht 159 Litern).

Analysten machten dafür mehrere Gründe verantwortlich: So verbesserten sich die Daten für die Lagerbestände für Rohöl in den USA und lagen für die Jahreszeit über einem Fünfjahresschnitt. Damit dürfte der durch den Sturm bedingte Ausfall der Produktion im ölreichen Golf von Mexiko nicht zu stark ins Gewicht fallen. Die Händler warten nun erst einmal ab.

Hinzu kommt: Auch die US-Bestände unter anderem für Diesel und Heizöl legten weiter zu. Vor allem das begrenzte Angebot von verarbeiteten Ölprodukten wegen fehlender Raffineriekapazitäten hatten den Ölpreis zuletzt auf neue Rekordhöhen getrieben.

Für die Ölmärkte mehren sich insgesamt die Anzeichen, dass die Preise von bis zu 60 Dollar für das Barrel mittelfristig fallen könnten. Gestern gab die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) ihre erste Nachfrageprognose für das kommende Jahr bekannt. Die Analysten des Kartells, das für über ein Drittel der Welterdölproduktion sorgt, gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Rohöl in 2006 mit 1,85 Prozent langsamer wachsen werde als in diesem.

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