Mögliche Währungsreform
China will sich vom Dollar befreien

Plant China die Abkehr vom Dollar? Darauf lässt der Bericht eines chinesischen Währungsexperten schließen. Inzwischen ist der Artikel wieder aus dem Internet verschwunden - doch die US-Währung gerät unter Druck.
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PekingChina hat eine Reform seiner Landeswährung Yuan signalisiert. Die Bedingungen dafür seien derzeit günstig, erklärte der Chef der Abteilung für internationalen Zahlungsverkehr der Währungsaufsicht des Landes am Dienstag. Die Marktbedingungen für eine Bewegung des Yuan in beide Richtungen seien „reif“, schrieb Guan Tao in einem Artikel. Allerdings sehe er keinen Grund für eine deutliche Aufwertung des Yuan.

Zugleich warnte der Experte vor Risiken bei zu großen Währungsreserven in Dollar, weil davon auszugehen sei, dass der Dollar weiter an Wert verlieren werde.

Die Aussagen ließen die US-Währung auf breiter Front sinken: Sowohl zu einem Korb aus verschiedenen Währungen als auch zum Euro sank der Dollar auf den tiefsten Stand seit einem Monat.

Zum Schweizer Franken erreichte er ein Rekordtief von 0,8364 Franken. Der Dollar werde sich zu den meisten anderen Währungen abschwächen, erklärte der Chef der Abteilung für internationalen Zahlungsverkehr der Währungsaufsicht des Landes. Auch der Euro zog deutlich an und notierte zeitweise mit 1,4665 Dollar auf einem Vier-Wochen-Hoch.

Der Artikel des chinesischen Experten erschien auf der Website des Pekinger Think-Tanks China Finance 40 Forum, verschwand aber wieder (www.cf40.org.cn).

Die Chinesen dürften künftig auf eine stärkere Rolle des Yuan als Reservewährung pochen. „Die chinesische Währung wird eine wichtige Rolle bei den weltweiten Reservenspielen, weil China so wichtig beim weltweiten Handel und Zahlungsverkehr ist. Geld folgt dem Handel“, hatte EU-Ratspräsident Herman von Rompuy kürzlich während eines Besuchs in China gesagt.

Allerdings müsse China zunächst die volle Konvertibilität des Yuan sicherstellen. Bisher habe die Regierung noch nicht gesagt, wann das passieren soll. Der Yuan ist und bleibt international nicht frei handelbar. Sollte er das eines Tages sein, müssten die Chinesen ihre Währung gegenüber dem Dollar deutlich aufwerten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Mögliche Währungsreform: China will sich vom Dollar befreien"

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  • nordwind hat ein gutes teilkonzept-laeuft aber wieder auf die niederschlagung des boxeraufstandes hinaus.also-teilkonzept weiterentwickeln ohne china zu "bestrafen".halten sie sich an greenspan-dann wir ein konzept daraus.

  • die wetkatastrophe bernanke und sein schwarzhaeutiger chef haben es geschafft!!!!!!china,das die groessten dollar reserven hat will dieses papmaschee papier dollar los werden,ja muss es loswerden um seine wirtschaft nicht generell zu gefaehrden.wenn das passiert,dann ist alles und in der ganzen welt am boden.am schlimmsten trifft es das amerikanische volk-wenn niemand in der welt dollar annimmt verhungert ganz amerika,gibt es kein benzin mehr fuer die versorgung-nur noch us-steaks zu horrenden preisen in den usa.es wird hoechste zeit dass alle nationen ein notprogramm erstellen das diesem horrorscenario gerecht wird.es ist 5 nach 12-packen wir es an.whe can ist passe'whe mast its the future.

  • 2 Leute stecken bis zum Hals im Treibsand. Da meint der eine zum anderen: "Du, wir sollten irgendwann mal etwas gegen diese Treibsandfelder unternehmen. Die können richtig lebensgefährlich sein".
    Nichts Anderes ist diese Gerede dieses Hrn. Tao: Im Prinzip richtig aber so dermaßen heftig zu spät, dass es einfach nur noch grotesk und lächerlich ist. China hat sich schon längst auf Leben und Tod an den Dollar gebunden. Wertet China (nennenswert) auf, geht die chin. Wirtschaft den Bach runter (die vielen gekauften US Anleihen natürlich erst recht).
    Andererseits wird China eine Entscheidung darüber wohl bald abgenommen werden. Denn wenn die US Wirtschaft nicht bald wieder Fahrt aufnimmt, werden FED und US Regierung notgedrungen damit beginnen, die eigene Währung vorsätzlich kaputt zu drucken und sich so nicht nur aller Auslandsschulden zu entledigen sondern auch die US Amerikaner zu den nächsten Billiglöhnern der Welt zu machen.
    Dann hat niemand mehr auf der Welt noch Interesse an einem korrupten Unrechtsstaat, der vollständig mittellos und bankrott ist (Staat, Unternehmen und Bürger !), dessen Betriebe zu 80% dicht gemacht haben und der keinerlei techn./wissenschaftl. Monopole besitzt, um wieder auf die Beine zu kommen.

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