Morgan Stanley sieht Euro im 1. Quartal bei über 1,28 $
Die Euro-Rally ist noch nicht vorbei

Analysten erwarten bis zum Jahresende einen unverminderten Abgabedruck auf den Dollar, auch wenn sich der Greenback nach den zuletzt sehr guten US-Konjunkturdaten kurzzeitig etwas erholen konnte. Die Marke von 1,25 $ für den Euro übe eine magische Anziehungskraft auf den Devisenmarkt aus, heißt es.

HB FRANKFURT. Der Euro hat seinen Gipfelsturm wieder aufgenommen, konstatiert auch Dorothea Huttanus, Devisenanalystin der DZ-Bank. Dabei bedürfe es kaum noch neuer Impulse, die altbekannten Sorgen um das Leistungsbilanzdefizit der USA reichten aus, um den Dollar weiter zu schwächen, erklärt die Analystin und verweist zudem auf Spekulationen, nach denen die US-Regierung die aktuelle Schwäche gutheiße.

Die überwiegende Zahl der Analysten ist sich einig, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Euro-Anstieg zumindest vorerst nicht aufhalten wird. Die Erholung der europäischen Wirtschaft habe die Schmerzgrenze effektiv erhöht, meint auch Stephen Jen, Chefstratege von Morgan Stanley. Die Investmentbank sieht den Euro im 1. Quartal 2004 auf über 1,28 $ klettern.

Auch Carsten Fritsch, Devisenstratege der Commerzbank, betont, dass die Schmerzgrenze der EZB-Oberen noch nicht erreicht sei. Schließlich sehe EZB-Chefvolkskwirt Ottmar Issing den Euro-Kurs auf dem langfristigen Durchschnittsniveau. Und auch die Aussagen des niederländischen Zentralbankgouverneurs Wellink bewertet Fritsch als moderat. Zwar sorge sich Wellink um die Konjunkturaussichten, aber auch er sehe einen starken Euro im Interesse der Eurozone. Und EZB-Präsident Trichet habe schließlich betont, dass er glücklich sei, dass auf beiden Seiten des Atlantiks eine Politik verfolgt werde, die starke und stabile Währungen zum Ziel habe.

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