Nach BIP-Zahlen Konjunkturdaten können Euro nicht helfen

Deutschlands Wirtschaftswachstum ist besser ausgefallen als erwartet – auch Frankreich überraschte und konnte erstmals in diesem Jahr ein Plus beim BIP verzeichnen. Den Euro-Anlegern ist das aber zu wenig.
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Deutschlands Wirtschaft ist doch nicht geschrumpft. Für die Devisenanleger war das Miniwachstum aber zu wenig – der Euro gibt nach. Quelle: dpa

Deutschlands Wirtschaft ist doch nicht geschrumpft. Für die Devisenanleger war das Miniwachstum aber zu wenig – der Euro gibt nach.

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Frankfurt/MainDer Euro ist am Freitag trotz besser als erwartet ausgefallener Wachstumszahlen aus Deutschland und Frankreich gesunken. Am Morgen stand die Gemeinschaftswährung bei 1,2439 US-Dollar und damit fast einen halben Cent tiefer als am Vorabend. Am Donnerstagmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2456 festgesetzt.

Nach der Veröffentlichung neuer Konjunkturdaten aus dem Wirtschaftsraum konnte sich der Euro allerdings etwas vom Tagestief bei 1,2427 Dollar lösen. Deutschland ist als größte europäische Volkswirtschaft im dritten Quartal knapp an der Rezession vorbeigeschrammt, die Wirtschaftsleistung legte leicht um 0,1 Prozent zu. In Frankreich ist die Wirtschaft in den Monaten Juli bis September stärker als erwartet in Schwung gekommen, das Plus liegt bei 0,3 Prozent.

Im Tagesverlauf werden die Wachstumsdaten für die gesamte Eurozone veröffentlicht. Nach Einschätzung des Experten Lutz Karpowitz von der Commerzbank dürfte dann wieder deutlich werden, dass die Konjunktur im Währungsraum nicht wirklich in Schwung kommt. Am Devisenmarkt spekulierten die Anleger daher auf ein noch stärkeres Öffnen der Geldschleusen durch die Europäische Zentralbank, begründete Karpowitz den schwachen Euro.

  • dpa
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