Nach Börsen-Pleiten in China Bitcoin-Kurs erholt sich nach Talfahrt wieder

Einen Tag nach BTC China verkündet auch die chinesische Bitcoin-Börse ViaBTC ihr Aus zum Monatsende. Der Kurs der Cyberwährung muss deswegen zunächst einen deutlichen Verlust hinnehmen, erholt sich dann aber wieder.
Update: 15.09.2017 - 20:57 Uhr 13 Kommentare
Auf der Handelsplattform BitPoint stürzte der Kurs zwischenzeitlich um fast 30 Prozent ab. Quelle: Reuters
Bitcoin

Auf der Handelsplattform BitPoint stürzte der Kurs zwischenzeitlich um fast 30 Prozent ab.

(Foto: Reuters)

LondonInnerhalb weniger Stunden hat sich die Kryptowährung Bitcoin am Freitag von ihrem Absturz wieder erholt. Nachdem die Cyber-Währung unter die Marke von 3000 Dollar gerutscht war, kletterte der Kurs auf der Handelsplattform Bitstamp wieder um mehr als 20 Prozent. Die Talfahrt war von chinesischen Behörden ausgelöst worden, die härter gegen die Spekulation mit Bitcoin und ähnlichen Cyberwährungen vorgehen. In der Volksrepublik kündigten daraufhin die Betreiber BTC China sowie ViaBTC ihren Rückzug aus dem Markt an.

Nach dem Rekordhoch von fast 5000 Dollar Anfang des Monats ging es für die Währung fast 40 Prozent bergab. Experten befürchteten bereits, dass Bitcoin nun die schlechteste Handelswoche seit 2013 verbucht. Aber nach sieben Tagen mit Verlusten in Folge ging es auf Tagessicht am Freitag 13 Prozent nach oben. Damit gab der Kurs auf Wochensicht rund 13 Prozent nach.

Experten begründeten diese Entwicklung damit, dass sich am Markt die Meinung durchsetzt, die Schritte der chinesischen Behörden reichten wohl nicht, um Bitcoin zu Fall zu bringen. Solange keine anderen Börsenbetreiber in anderen Teilen der Welt folgten, dürfte die Cyberwährung nicht lahmgelegt werden, hieß es. Der Gründer der Kryptowährungs-Analyse-Internetseite Cryptocompare, Charles Hayter, sagte: "Die Volumina in China stehen für weniger als zehn Prozent der weltweiten Handelssummen. Sie sind nicht so wichtig."

Für Kryptowährungen wie Bitcoin steht keine Regierung oder Zentralbank ein, daher wird ihr Kurs allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Geschaffen wird das Geld von Nutzern, deren Computer die dafür extrem komplexen Algorithmen berechnen. Da Beträge schnell und anonym weltweit transferiert werden können, sind diese Währungen auch für Nutzer interessant, die Geld aus illegalen Geschäften waschen oder Kapitalkontrollen umgehen wollen.

  • rtr
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13 Kommentare zu "Nach Börsen-Pleiten in China: Bitcoin-Kurs erholt sich nach Talfahrt wieder"

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  • Herr Lü Buwei15.09.2017, 18:17 Uhr

    Warum soll das denn nicht so sein??

  • Dass heißt doch noch lang nicht, dass ein Zusammenhang besteht. Das Gesetz ist ist schon früher in Kraft getreten. Wenn die chronologische Abfolge ihr einziges Argument ist, dann ist der Gedankengang sehr schwach

  • Herr Lü Buwei15.09.2017, 16:57 Uhr

    Das Großkapital ist global vernetzt.

    JP MORGAN kritisiert Bitcoin. Tage später werden Börsen in China geschlossen...

    Rattert es jetzt bei Ihnen?!

  • Und was hat das mit China zu tun? Interessant, dass Sie davon ausgehen dass die Banken in einem indem sie sich finanziell nicht engagieren können mehr politischen Einfluss ausüben als im Westen wo sie eine politische Lobby haben. Wirklich sehr interessant

  • @Sir Alex
    Es sind Tatsachen, warum vorgeschoben?

  • Herr Lü Buwei15.09.2017, 16:10 Uhr

    Ihre Gründe sind die vorgeschobenen Gründe!!

  • Herr Lü Buwei15.09.2017, 16:10 Uhr

    Sie glauben wohl auch noch an den Weihnachtsmann :-)))

  • @ Sir Alex: Nur weil Sie sich wiederholen wird es nicht richtiger. Die Börsen in China schließen aufgrund des politischen Drucks, welche Hochfinanz sollte darauf Einfluss ausüben können? Das Bankensystem in China ist staatlich

  • Ach noch ne Börse geschlossen. Na klar

  • Und da braucht es nichtmal gehirnschmalz um das zu erkennen...

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