Nach dem Anschlag von Chobar
Ölpreis zieht weiter an

Nach dem Anschlag mutmaßlicher El-Kaida-Extremisten in der saudiarabischen Stadt Chobar am Wochenende haben die Öl-Preise am Dienstag um rund 1,5 % angezogen. US Light Crude kletterten im elektronischen Handel in den USA nach der längeren Feiertagspause zeitweise auf bis zu 40,80 Dollar pro Barrel (= rund 159 Liter) und pendelten sich dann bei 40,54 Dollar ein, was einem Preisanstieg um 66 Cent entspricht.

HB SINGAPUR. Die Terminkontrakte für die Rohölsorte Brent stiegen um 55 Cent auf 37,15 Dollar pro Barrel.

Saudi-Arabiens Regierung zeigte sich bemüht, die weltweite Sorge um Sicherheit und Kontinuität der Ölexporte zu beruhigen. Der schwer kranke König Fahd sagte dem Terrorismus den Kampf an.

In den USA begann die Handelswoche wegen des Memorial Days erst am Dienstag. Nach dem Pfingstwochenende wurde die Reaktion der internationalen Märkte auf die Anschläge und die Geiselnahme in Saudi-Arabien mit besonderer Spannung erwartet.

Analysten äußerten allerdings Zweifel, dass die seit Jahren höchste Preismarke im Mai mit 41,85 Dollar pro Barrel diesmal noch übertroffen werden könnte. Aber die Ereignisse in Chobar, wo viele internationale Ölgesellschaften mit Büros vertreten sind, seien doch „ein sehr deutlicher Warnhinweis auf die Verletzbarkeit der Ölversorgung in einer ohnehin schon durch Engpässe gespannten Situation“, sagte Branchenexperte David Thurtell von der Commonwealth Bank Australien.

22 Zivilisten waren bei dem Überfall und der Geiselnahme in Chobar getötet worden, darunter ein Amerikaner, ein Brite, ein Schwede und ein Italiener. Bei der Erstürmung des von den bewaffneten Extremisten besetzten Gebäudes wurde ihr Anführer verhaftet, Komplizen gelang indes die Flucht. Nach ihnen wurde fieberhaft weiter gefahndet. Im Internet bekannte sich die El Kaida des Moslem-Extremisten Osama bin Ladens zu der Tat und drohte mit weiterer Gewalt. El Kaida hat die Ölindustrie des Opec-Mitgliedes Saudi-Arabien zum Angriffsziel erklärt, mit dem sie westliche Staaten, allen voran die USA, treffen will.

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