Nach dem Anstieg der Vorwoche
Verschnaufpause auch an den Rohstoffmärkten

Nach den deutlichen Gewinnen vieler Rohstoffnotierungen vergangene Woche haben sich die Preise für Gold, Öl und Kupfer am Montag kaum verändert.

HB FRANKFURT. Öl der Nordseesorte Brent kostete am frühen Nachmittag 69,42 Dollar, ein halbes Prozent mehr als am Freitag. Zunächst hatte der Ölpreis mit leichten Abschlägen auf die Nachricht reagiert, dass Rebellen in Nigeria einen einmonatigen Waffenstillstand vorgeschlagen haben und mit der Regierung verhandeln wollen. Nigeria ist der achtgrößte Erdölexporteur der Welt, doch durch die Anschläge der Rebellen wird zurzeit etwa ein Drittel weniger Öl ausgeführt. Allerdings sind Analysten skeptisch, dass die mittlerweile mehr als anderthalb Jahre anhaltenden Gewalttaten nun ein Ende gefunden haben. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl, der in letzter Zeit am Markt immer weniger beachtet wurde, fiel um 0,1 Prozent auf 65,03 Dollar.

Nach den deutlichen Gewinnen in der vergangenen Woche legte der Goldpreis nun eine Verschnaufpause ein. „Es gibt nicht wirklich negative und ebensowenig positive Nachrichten“, sagte Analyst Michael Widmer von Calyon. „Es würde mich überraschen, wenn wir in den kommenden Tagen aus der Handelsspanne von 660 bis 680 Dollar ausbrechen würden.“ Zuletzt kostete eine Feinunze des Edelmetalls 671,50 Dollar, nur knapp einen Dollar mehr als am Freitagabend. Zum Wochenschluss war der Goldpreis auf den höchsten Stand seit Mitte Mai gestiegen, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) angekündigt hatte, bis Ende September keine weiteren Goldbestände zu verkaufen.

Auch der Kupferpreis hielt sich auf hohem Niveau. Zuletzt kostete die Tonne 7480 Dollar, 0,1 Prozent mehr als zuvor. „Die Fundamentaldaten sehen gut aus, die Lagerbestände der London Metal Exchange sinken weiter und in den vergangenen Wochen sind auch die chinesischen Lagerbestände zurückgegangen“, begründete Analyst Kevin Norrish von Barclays Capital das leichte Plus. Allerdings hätten einige Marktteilnehmer dennoch Bedenken, dass die Nachfrage aus China nicht ausreichen könnte, um das Angebot zu absorbieren, schrieb Peter Fertig von Dresdner Kleinwort in einer Analyse.

Gewinnmitnahmen drückten dagegen den Preis für Blei um zwei Prozent auf 2340 Dollar je Tonne. Erst vergangenen Freitag hatte Blei mit 2395 Dollar ein neues Allzeithoch erreicht.

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