Nach dem Hurrikan
Schwere Schäden an Shell-Plattformen

Eine der größten Öl- und Gasförderplattformen im Golf von Mexiko, die Mars des Shell-Konzerns, ist durch den verheerenden Hurrikan "Katrina" schwer beschädigt worden. Das hat die britisch-niederländische Gesellschaft am Donnerstag bekannt gegeben.

HB NEW YORK. Die Plattform Mars kann bis zu 20000 Barrel Öl und 220 Mill. Kubikfuß Gas am Tag fördern. Shell berichtete, der Hurrikan sei direkt über die Plattform hinweggezogen. Geschädigt worden sei zudem die Plattform WD-143. Dort werde zwar weder Öl noch Gas gefördert, doch sei sie ein wichtiger Umschlagpunkt für Öl von der Mars-Plattform. Shell ist der führende Öl- und Gasproduzent in der Region. Wie stark die Förderung derzeit eingeschränkt sei, konnte die Firma noch nicht sagen.

Die US-Behörde Minerals Service gibt an, im Golf seien 95 Prozent der Ölproduktion und 88 Prozent der Erdgasproduktion ausgefallen. In der Region gibt es Tausende von Bohrinseln und und mehr als 50 000 Kilometer Pipelines. 2004 hatte Hurrikan "Ivan" vor allem die Pipelines schwer beschädigt. Die Reparaturen dauerten Monate.

Neben den Plattformen und den Rohrleitungen nehmen die Raffinerien und die Verladehäfen eine Schlüsselstellung im Ölgeschäft in der Region ein. Die Schäden an den Raffinerieanlagen sind offenbar weniger dramatisch. "Trotzdem ist die Produktion mehr oder weniger zum Erliegen gekommen, weil es andere Probleme gab, zum Beispiel mit der Stromversorgung oder dem An- und Abtransport", sagte ein Experte. Es könne durchaus zwei bis drei Wochen dauern, bis die US-Anlagen wieder laufen. Wie sich das auf den Markt auswirken werde, sei nicht vorhersehbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%