Nach dem Siebenmonatstief
Euro kann sich leicht erholen

Der Euro hat seine Talfahrt am Dienstag vorerst gestoppt und sich von seinem Siebenmonatstief entfernt.

HB FRANKFURT/MAIN. "Nach der deutlichen Abwärtsbewegung in den vergangenen Tagen hat es Spielraum für eine kleine Kurskorrektur gegeben“, sagte Volkswirt Stephan Rieke von der BHF Bank. Der Euro kostete am Nachmittag 1,26 00 Dollar. Zu Wochenbeginn war er bis auf 1,25 36 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit 20. Oktober gefallen.

Wegen der für den Abend erwarteten Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls der amerikanischen Notenbank sei die Bereitschaft zu weiteren Dollar-Käufen nur gering gewesen, sagte Rieke: "Die Anleger warten auf Signale für die künftige Zinsentwicklung in den USA". Erwartet werde, dass die Notenbank weiterhin das Bild einer robusten US-Konjunktur mit steigenden Inflationsrisiken zeichnet und damit weitere Zinserhöhungen andeutet.

Der wachsende Zinsvorsprung der USA gilt als Hauptgrund für die Abwertung des Euro, der seit Jahresbeginn rund zehn Cent verloren hat. Der Leitzins liegt in den USA nach acht Erhöhungen in Folge bei drei Prozent, während er in den Euroländern seit knapp zwei Jahren bei zwei Prozent verharrt. Höhere Zinsen machen Dollar-Anlagen attraktiver.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,26 17 (Montag: 1,25 48) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,79 26 (0,79 69) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,68765 (0,68630) britische Pfund, 135,39 (135,45) japanische Yen und 1,5467 (unverändert) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 418,30 (418,00) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 10 690 (10 695) Euro.

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