Nach den Wahlen Euro fällt auf Drei-Monats-Tief

Die Wahlergebnisse in Frankreich und Griechenland haben Anleger am Montag verunsichert. Zeitweise fiel die europäische Gemeinschaftswährung unter die Marke von 1,30 Dollar – der tiefste Stand seit drei Monaten.
Update: 07.05.2012 - 09:41 Uhr 5 Kommentare
Die Wahlergebnisse setzen den Wechselkurs des Euros unter Druck.+ Quelle: dpa

Die Wahlergebnisse setzen den Wechselkurs des Euros unter Druck.+

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SingapurDer Euro ist nach den Wahlen in Frankreich und Griechenland auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Monaten gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel am Montagmorgen zeitweise unter die Marke von 1,30 Dollar und kostete zuletzt noch 1,3009 Dollar. Der Euro baute damit seine jüngsten Kursverluste aus. In der vergangenen Woche war die europäische Währung wegen der Unsicherheiten vor den Wahlen bereits um rund zwei Cent gefallen.

Es besteht das Risiko weiterer Einbußen beim Euro in den kommenden Tagen, schreiben Steven Englander und Valentin Marinov, Devisenstrategen bei Citigroup Inc. in London, in einer Notiz am Montag.

Der Ausgang der Wahlen in Frankreich sei negativ für den Euro, denn damit wachse die Unsicherheit bezüglich der Reformen des Staatshaushalts in Frankreich und möglicher Fortschritte bei der Umsetzung des Fiskalpakts in der Europäischen Union insgesamt, schreiben die Analysten. Hollande hatte sich im Wahlkampf gegen den strikten Sparkurs Deutschlands gestellt.

Noch gravierender seien die Gefahren, die vom Wahlergebnis in Griechenland ausgingen, heißt es weiter. Die beiden größten Parteien Nea Demokratia und Pasok könnten gezwungen sein, ein Bündnis mit kleineren Parteien einzugehen. Sollte die Regierungsbildung scheitern, könnten Gegner der Reformen und der Europäischen Union die Oberhand gewinnen. Auch Neuwahlen seien eine mögliche Folge. Der konservativen Nea Dimokratia (ND) und der sozialdemokratischen Pasok fehlte ein Parlamentssitz für die absolute Mehrheit. Zusammen entsenden sie nach Angaben des Innenministeriums in Athen vom Montagmorgen 150 Abgeordnete in das 300-köpfige Parlament.

Doch die Zeit für eine Regierungsbildung in Athen drängt. Die Parteien in Griechenland müssen noch bis Ende Mai eine handlungsfähige Regierung bilden. Andernfalls könnten die europäischen Geldgeber den Geldhahn für Griechenland zudrehen.

Auf kurze Sicht könnte daher die politische Entwicklung der Europäischen Zentralbank zusätzliche Lasten aufbürden. Aus dieser Perspektive könnte sich das Nichteingreifen der EZB bei der letzten Sitzung am 3. Mai rächen, sollten die Risikoaufschläge für Bonds der Euro-Peripherie nach oben schießen, schreiben die Analysten. Denn dies würde eine gestiegene Gefahr für die Gemeinschaftswährung anzeigen.

Stimmzettel als "Denkzettel"

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5 Kommentare zu "Nach den Wahlen: Euro fällt auf Drei-Monats-Tief"

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  • @bjarki: Unglaublich, es gibt jemanden, der noch pessimistischer für die europäische Dreckswährung ist als ich? Denn ich sehe den Euro "nur" bei 1:1 zum Dollar. Ist schließlich beides derselbe Dreck. Besser ist da der Renminbi-Yuan!!

  • Unfassbar für mich ist der Wechselkurs des Euro, 1,30 zum Dollar, Ich werde recht behalten, dass der Euro 0,80 zum Dollar in Bälde steht. Diese Diskussionen 1,20 sei vernünftig, erinnern mich an das alte Rom. Der Euro hat eigentlich überhauplt keinen Gegenwert. ( jaja jetzt kommt die Leier vom wertlosen Dollar, schon klar )

  • Ist und war die letzten Jahre immer besser, Gold zu besitzen, als den Gegenwert in Euro. Wenn ich sehe, wo Gold nun steht, das vor 8 bis 10 Jahren gekauft wurde, und was der Euro noch real wert ist, dann: DANKE MERKEL!! Nur weiter so und Honnecker freut sich noch aus dem Grab heraus!

  • @ Machiavelli,
    Wenn der Ölpreis steigt wird nur dann gespart wenn weniger dadurch gefahren wird und kleinere, sparsamere Auto gekauft werden, ich glaube aber nicht dass das passiert, also es fließt mehr Geld Richtung Erdölproduzierenden Länder.
    Für den Rest bin ich auch Ihrer Meinung!

  • Europa muss sparen, der Euro fällt der Ölpreis steigt dadurch und zwingt uns zum Sparen.
    Also alles bestens. Auch für den Export ist es gut, dadurch sinkt die Arbeitslosenzahl und die Staatsausgaben sinken währen die Einnahmen steigen. Wunderbar.
    Warum wird also in Deutschland immer gejammert wenn der Euro zu einem vernünftigen und realistischen Wechselkurs zurückkehrt (laut Experten 1,20,- zum US-$)
    Kann es sein dass deutsche Konzerne die Gewinne die sie im Euroraum gemacht haben in Nichteuroraum investiert haben?
    Das wäre für sie in der Tat ein Problem, dadurch verteuern sich diese Produkte für sie in Vergleich zu den gleichen Produkten aus dem Euroraum!
    Na so was, Verrat wird jetzt doch bestraft, die viele griechische, portugiesische und andere Artbeilose werden eine angenehme Schadenfreude erleben.
    Le malheur des uns fait le bonheur des autres!

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