Nach Devisenintervention
Japan hortet Rekordschatz

Die Interventionen der japanischen Zentralbank sind am Devisenmarkt verpufft. Der Yen ist so teuer wie seit 15 Jahren nicht mehr. Dafür sitzt Japan jetzt auf so hohen Devisenreserven wie noch nie.
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HB TOKIO. Die japanischen Devisenreserven sind im September nach der ersten Intervention der Zentralbank seit mehr als sechs Jahren auf Rekordniveau gestiegen. Wie das Finanzministerium am Donnerstag mitteilte, stiegen die Reserven den vierten Monat in Folge bis auf 1,11 Billionen Dollar bis zum 30. September. Das waren 39,45 Milliarden Dollar mehr als einen Monat zuvor.

Japan hatte am 15. September Dollar gekauft und Yen verkauft, um die japanische Währung zu schwächen. Der hohe Yen-Kurs war zuletzt zu einer Belastung für die exportorientierte japanische Wirtschaft geworden.

Die Wirkung der Intervention war aber nur von kurzer Dauer. Am Mittwoch stieg der Kurs des Yen gegenüber dem Dollar in New York auf ein 15-Jahreshoch. Die japanischen Devisenreserven sind die zweithöchsten nach denen Chinas.

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