Nach EZB-Entscheid
Trichet enttäuscht Investoren – Euro-Kurs fällt

Der Euro hat sich vom Sturz unter 1,30 Dollar vorerst erholt. Am Donnerstag kletterte er in der Spitze auf 1,3160 Dollar. Am Nachmittag musste er einen Teil der jüngsten Gewinne aber wieder abgeben. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet enttäuschte die Erwartungen des Marktes, indem er sich nicht zu Anleihekäufen äußerte.
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HB FRANKFURT. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat mit seinen Äußerungen zur Euro-Krise und dem weiteren Vorgehen der Zentralbank die hohen Erwartungen der Anleger offenbar nicht erfüllt: Der Euro fiel auf 1,3089 Dollar von zuvor 1,3150 Dollar.

Die Zentralbank hatte den Leitzins unverändert bei einem Prozent gelassen. „Der Markt wird durch Worte bewegt, nicht durch Fakten“, sagte ein Devisenhändler. „Die Investoren haben auf aussagekräftige, unterstützende Worte von Trichet zur Euro-Krise gehofft, die es aber nicht gab.“

Beim Thema Aufkaufprogramm für Staatsanleihen hielt sich Trichet bedeckt. „Dass das Anleiheankaufprogramm weitergeht, dürfte die Märkte erfreuen“, sagte Analyst Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus. „Allerdings wollten die Investoren konkrete Summen hören, aber die hat Trichet nicht genannt und das sorgt für Enttäuschung.“

Zudem gab es keine Angaben, von welchen Ländern genau Anleihen aufgekauft werden. Der Bund-Future konnte nur kurzzeitig Boden gutmachen und lag 31 Ticks im Minus bei 126,71 Punkten.

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