Nach Kurseinbruch: Euro fängt sich wieder

Nach Kurseinbruch
Euro fängt sich wieder

Nach dem Kursrutsch hat sich der Euro am Donnerstag im späten Handel stabilisiert. Devisenexperten fehlt es aber an einer klaren Richtung auf dem Markt. Orientierung bieten die Platzierungen spanischer Anleihen.
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FrankfurtDer Eurokurs hat sich am Donnerstag ein wenig von seinen deutlichen Vortagesverlusten erholt. Die Europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,3080 US-Dollar gehandelt. Zeitweise war der Euro zuvor bis auf 1,3021 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3045 (Mittwoch: 1,3129) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7666 (0,7617) Euro.

„Insgesamt fehlt dem Markt jedoch eine klare Richtung“, sagte Sebastian Sachs, Devisenexperte beim Bankhaus Metzler. „Eine griffige Erklärung für die teilweise starken Kursbewegungen ist kaum zu finden.“ Positiv für die Eurozone sei jedoch die anhaltende Entspannung an den Anleihemärkten. Spanien hatte sich mit zehnjährigen Anleihen so günstig refinanziert wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Am Sekundärmarkt gingen die Risikoaufschläge für italienische und spanische Anleihen weiter zurück. „Die jüngste Entwicklung ist schon bemerkenswert, da man beide Länder nicht als sichere Häfen bezeichnen kann“, sagte Sachs.

Die weiterhin unklare politische Lage in Italien sorgt jedoch für Verunsicherung. „Die im ersten Wahlgang in Italien gescheiterte Präsidentschaftswahl hat den Euro vorübergehend etwas belastet“, sagte Sachs. Der zunächst aussichtsreichste Kandidat Franco Marini hat in der ersten Runde der italienischen Staatspräsidentenwahl die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit am Donnerstag klar verpasst. Eine baldige Regierungsbildung dürfte damit noch unwahrscheinlicher geworden sein.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85480 (0,86130) britische Pfund, 128,40 (128,51) japanische Yen und 1,2164 (1,2149) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1393,75 (1392,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33.840,00 (33.100,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Draghis „Religion“: Die Löhne müssen runter !

    Nun - Draghis Überrumpelung Hollandes bestand in einem arglistigen Trick, der sicher nicht unter „Versehen“ oder politischer Naivität abzubuchen ist. Der stets arrogante EZB-Chef hat einfach Äpfel mit Kürbissen verglichen, indem er die Produktivität r e a l berechnete (also inflationsbereinigt) – die Lohnentwicklung jedoch n o m i n e l l dieser in der Grafik gegenüberstellte: das Ergebnis führte zu einer Darstellung, die die Lohnsteigerung „explosiv ansteigend“ darstellte – währenddessen sich die Produktivität gemächlich entwickelte. Besonders gravierend ist dies im direkten Vergleich zwischen Deutschland und Frankreich zu sehen, was zu einigen giftigen Kommentaren der „wohlgefühlten Ökonomen-Journaille“ querbeet durch die deutsche Medienlandschaft führte und Frankreich umgehend als DAS Problem der Eurozone an die Wand genagelt wurde.

    http://ow.ly/k939g

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