Nach Kursschwankungen
Die Suche nach dem fairen Goldpreis

Nach rasanten Zuwächsen hat sich der Goldpreis zuletzt wieder etwas normalisiert. Doch welcher Preis ist für die Unze Feingold überhaupt „angemessen“? Die Meinungen der Experten darüber gehen auseinander.

Der Goldpreis schwankt enorm. In zehn Jahren hat er sich fast verachtfacht. In den vergangenen Wochen ist er um über 200 Dollar abgestürzt, auf deutlich unter 1.700 Dollar je Unze. Einen so schnellen Sturz hat es zuletzt im Boomjahr 1980 gegeben. Viele Analysten sprechen allerdings von einer gesunden Korrektur nach dem starken Auftrieb der Vorwochen.

Wenn die Notierungen jetzt so stark schwanken: Was wäre denn ein „fairer“ Preis? Metallhändler und Fondsverwalter Martin Siegel hält den Preis „in einer Spanne zwischen 1600 und 1800 Dollar für gerechtfertigt“. Aus heutiger Sicht erscheint es jedenfalls mehr als fraglich, ob die Bank JP Morgan Chase, die noch in diesem Monat eine kühne Jahresendprognose von 2500 Dollar abgab, recht behalten kann.

Goldinvestoren interessieren allerdings eher die langfristigen Perspektiven - gerade jene Anleger, die Gold wegen der staatlichen Schuldenexzesse und aus Inflationsangst kaufen. Über lange Zeitperioden waren Währungen durch das Metall gedeckt. Hier kann man beginnen zu rechnen. Die Amerikaner hatten ihre Basis-Geldmenge im vergangenen Jahrhundert zu 40 Prozent mit ihren Goldreserven gesichert. „Heute würde man damit auf einen Preis von knapp 4000 Dollar kommen“, sagt Ronald Stöferle, Goldexperte bei der Ersten Bank in Wien.

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