Nach Macron-Sieg
Euro hält sich nur kurz über 1,10 Dollar

Nach dem Sieg Emmanuel Macrons bei der französischen Präsidentschaftswahl klettert der Euro auf ein neues Jahreshoch. Doch bereits am Montagmorgen bröckelte der Kurs wieder wieder.
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LondonDer Eurokurs ist trotz des klaren Siegs von Emmanuel Macron bei den französischen Präsidentschaftswahlen nur kurz über die Marke von 1,10 US-Dollar gestiegen. Im Handel am Montagmorgen in Asien bröckelte der Kurs wieder ab - zuletzt kostete die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,0976 US-Dollar in etwa wieder so viel wie am Freitag. Nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahl vor zwei Wochen kam der Sieg des europafreundlichen Ex-Wirtschaftsministers Macron letztlich nicht überraschend, so dass es für keine weiteren Kursgewinne beim Euro reichte. In den vergangenen zehn Handelstagen nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahl verteuerte sich der Euro im Vergleich zum Dollar um etwa zweieinhalb Cent oder etwas mehr als zwei Prozent.

Am Abend zuvor hatte die Gemeinschaftswährung erstmals seit einem halben Jahr über die Marke von 1,10 Dollar gestiegen. Das ist der höchste Wert seit dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl im November 2016. Schon nach der ersten Wahlrunde vor zwei Wochen hatte die Gemeinschaftswährung rund zwei Prozent zugelegt.

Macrons Konkurrentin Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National wollte Frankreich aus der EU führen und strebte ein Referendum über einen Euro-Austritt an. Macron dagegen will mit seiner Bewegung En Marche (Vorwärts) will die europäische Integration vertiefen und die deutsch-französische Achse stärken.

Nach der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl vor zwei Wochen kam der Sieg des proeuropäischen Kandidaten Macrons letztendlich nicht mehr überraschend, so dass es für keine weiteren Kursgewinne beim Euro reichte. In den vergangenen zehn Handelstagen nach der ersten Wahlrunde verteuerte sich der Euro im Vergleich zum Dollar um zirka zweieinhalb Cent oder etwas mehr als zwei Prozent.

„Die Wahl in Frankreich ist entschieden, ein Ende der politischen Verunsicherung ist aber noch immer nicht absehbar“, schreibt Ralf Umlauf, Devisenexperte von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). „Nach der Wahl ist vor der Wahl.“ Am 11. und 18. Juni stehen in Frankreich Parlamentswahlen an. Macrons Bewegung „En Marche“ könnte dann ein Reformmandat erhalten.

Der Aufwärtstrend für den Euro dürfte laut Umlauf tonangebend bleiben. Die im März stärker als erwartet gestiegenen deutschen Industrieaufträge, die am Montagmorgen durch das Statistische Bundesamt veröffentlicht wurden, bewegten den Euro kaum.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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